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Zufahrt erhält frischen Wind

Für die Zufahrt Emmental wird vom Kanton Bern ein

Der Kanton macht vorwärts mit der Zufahrt Emmental und dem Autobahnzubringer Oberaargau. Gestern hat die Baudirektion mitgeteilt, dass die konkrete Planung für die zwei grossen Verkehrsprojekte anläuft. 9 Millionen Franken will der Kanton für diese Arbeiten ausgeben, 6 Millionen im Emmental und 3 Millionen im Oberaargau. Mit diesem Geld soll je ein baureifes Projekt ausgearbeitet werden. Das heisst: Wenn die Projekte vorliegen, gehen sie in die Baubewilligungsphase. Sobald die Bewilligungen vorliegen, kann – theoretisch – gebaut werden. Hoffnung auf den Bund Bis dahin sind aber noch einige Hürden zu überspringen. So muss der Grosse Rat im November seinen Segen zum Strassenbauprogramm geben, in dem die Projekte aufgeführt sind. Zudem will der Kanton die Finanzierung gesichert wissen, vorher könne nicht gebaut werden. In Sachen Geld hofft der Kanton auf den Bund. Eine Standesinititative soll bewirken, dass die beiden Zubringer ins Nationalstrassennetz aufgenommen werden (wir berichteten). Wäre dies der Fall, müsste der Bund den grössten Teil der Baukosten bezahlen. Der Entscheid über die Aufnahme ins Nationalstrassennetz wird 2011 erwartet. Die Zubringerstrassen fürs Emmental und den Oberaargau stehen aber nicht isoliert da. Der Kanton will auch kurz- bis mittelfristige Lösungen suchen, wie der Verkehr auf den Hauptstrassen in Oberburg und in Aarwangen erträglicher und sicherer gemacht werden kann. «Die Situation in den beiden Dörfern ist problematisch, es muss etwas geschehen», erklärt Regierungsrätin Barbara Egger-Jenzer (SP). Geplant sind unter anderem zusätzliche Trottoirs, bessere Querungsmöglichkeiten für die Fussgänger und Massnahmen zur Verflüssigung des motorisierten Verkehrs. Barbara Eggers Sorgen Bereits klar ist, dass eine Finanzierung der beiden Zubringer durch private Anleger für den Kanton nicht in Frage kommt. Sie käme teurer als das konventionelle Verfahren. Auf der anderen Seite steht für Barbara Egger auch fest, dass der Kanton «die Riesenbeträge in den nächsten Jahren nicht allein tragen kann». Sie verweist auf das geplante kantonale Sparprogramm und auf den Volksvorschlag zur Senkung der Motorfahrzeugsteuern: «Wenn die Stimmberechtigten im Februar 2011 diesem Volksvorschlag zustimmen, reisst das ein Riesenloch in die Staatskasse. Das macht uns Sorgen, denn: Wo sollen wir dann das Geld für den Strassenbau hernehmen?» Sollte der Bund also kein Geld lockermachen, würden die beiden Projekte wohl weit nach hinten geschoben oder gar beerdigt. Herbert Rentsch>

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