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Zu viel Strahlen?

Die Umgebung des Kernkraftwerks Mühleberg sei radioaktiv stärker belastet als andere Orte – sagen Anwohner.

In der Umgebung des Kernkraftwerks Mühleberg sei die radioaktive Belastung höher als anderswo, schreibt die Zeitschrift «Gesundheitstipp» in der Ausgabe, die heute erscheint. Die Reporter haben selbst Stichproben aus der Umgebung des 40-jährigen Kernkraftwerks im kantonalen Labor Basel untersuchen lassen. Dieses stellte fest, dass die Werte von Tritium und Cobalt-60 (zwei radioaktive Elemente) rund um das KKW Mühleberg erhöht seien. Beide Werte bewegten sich jedoch unter dem gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwert. Krebsfälle sind «häufiger» Anwohner rund um das Kraftwerk, das im Dezember eine unbefristete Betriebsbewilligung erhalten hat, sagen seit langer Zeit, dass sich die Krebsfälle häufen. Die Aussagen lassen sich jedoch nicht belegen, da im Kanton Bern kein Krebsregister besteht. Deshalb ist nicht nachzuweisen, ob die Nähe des KKW tatsächlich schädlich für die Gesundheit der Anwohner ist. Manche, wie der Landwirt Wal-ter Ramseier aus Oltigen, sind überzeugt, dass das Kraftwerk Mensch und Natur schadet. Deshalb hat Ramseier mit einer Gruppe Gleichgesinnter erfolglos Beschwerde gegen die unbefristete Bewilligung des KKWs Mühleberg erhoben. Zahlen zu erhöhten Krebsraten in der Nähe von Kernkraftwerken gibt es aus Deutschland: Gemäss dem «Gesundheitstipp» sei das Risiko, an Krebs zu erkranken, für Kinder in der Nähe von KKW höher. Die BKW, welche das Kernkraftwerk Mühleberg betreibt, bestreitet gegenüber dem Magazin, dass das KKW krank machen könne. Die höchste Strahlenbelastung in der Schweiz sei natürlicher Art, und die Werte rund um Mühleberg lägen weit unter der Freigrenze. ats>

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