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Zivilschutz half im Simmental

127 Muttenzer Zivilschützer absolvierten einen Einsatz-WK in Erlenbach. Zum Teil unter Beobachtung von zwei Nationalräten.

Die Muttenzer Zivilschutzkompanie leistete einen Einsatz im Raum Erlenbach. Zu den befohlenen Arbeiten gehörten unter anderem der Bau eines Kuhpfades. Kommandant Christian Friedli erklärt: «Das tönt nicht spektakulär, ist es aber.» Auf knapp 1900 Metern über Meer, an einem Steilhang, sicherten sich die Baselbieter am Seil gegen den drohenden Absturz. Mit viel Handarbeit und noch mehr Schweiss wurde innert fünf Arbeitstagen das Weglein für die Simmentaler Kühe gebaut. Wanderwege saniert Im weiträumigen Wanderwegnetz wurden Hecken gestutzt sowie neue Treppen aus Holz oder Stein in die Steigungen eingebaut. Steine jeder Grösse mussten aus dem Hang und den verschiedenen Wegen geräumt werden, grösstenteils mit eigenem schwerem Gerät wie Presslufthämmern und Kompressoren. Anders als sonst wurden die Baufachleute aus dem Unterstützer-Zug mit den Betreuern gemischt – und waren so gemeinsam auf den Arbeitsplätzen. «Wir werden die Fachrichtungen zukünftig nicht mischen, aber für diesen Einsatz war es nötig», begründet Friedli diesen Entscheid. Für den Betreu-Zug gab es im Alters- und Pflegeheim Erlenbach nur wenig zu tun. Nationalräte vor Ort Die Zivilschützer erhielten im Niedersimmental zweimal nationalrätlichen Besuch. Susanne Leutenegger-Oberholzer meinte bei dieser Gelegenheit: «Ich konnte mir unter dem Begriff Zivilschutz bisher nicht viel vorstellen.» Am Abend erklärte die SP-Frau dann: «Die Arbeit des Zivilschutzes ist wichtig – dafür braucht es mehr Geld. Das könnte man bei der Armee am Budget abziehen.» SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi würdigte die Organisation und das Engagement der Baselbieter: «Es ist richtig, dass einer Berggemeinde geholfen wird. Denn die Mittel hier oben sind knapp.» Die Orange-Olivgrünen aus Basel hoffen nun, «dass sich bei einer nächsten politischen Debatte zwei Nationalratsmitglieder mehr für den Zivilschutz einsetzen werden.» Kommandant Friedli zog ein positives Fazit: «Die Motivation war hervorragend. Es wurde an allen Fronten tüchtig gearbeitet.» Nach dem wohl eher langweiligen Einsatz an der Fussball-EM 2008 habe die Arbeit im Simmental den Zusammenhalt innerhalb der Kompanie gefestigt. pd >

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