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YB in bester Frühlingsform

fussballBeim Sieg in Sion hatte YB das Spiel jederzeit im Griff. Emmanuel Mayuka erzielte mit seinem ersten Ballkontakt das 2:0.

Lauter Jubel läutet den lauen Abend ein. Es sind die YB-Fans, die nach einer überzeugenden Darbietung ihres Klubs nach dem Abpfiff noch minutenlang weitersingen, die Mannschaft und den verdienten Sieg feiernd. 2:0 besiegten die Young Boys den FC Sion. Bei den Feierlichkeiten nach dem Spiel hält sich der Berner Trainer Vladimir Petkovic dezent im Hintergrund, klatscht, aber hüpft nicht mit. «Es war schwierig, auf diesem Platz Spektakel zu zeigen. Aber schön, haben wir im Tourbillon diesmal gewinnen können», wird Petkovic später sagen, abgeklärt, kontrolliert und selbstbewusst. Die Worte des Trainers fügen sich dem Gezeigten seiner Mannschaft an. YB agierte im Wallis so souverän wie lange nicht mehr. Das Berner Gastspiel begann jedoch ungewöhnlich unspektakulär. Aufsehen erregten die Young Boys dieses Mal mit einem souveränen Sieg. YB-Chef Ilja Kaenzig machte den Vergleich mit dem letzten Match in Sion: «Unser letzter Auftritt im Wallis war wohl die schlechteste Leistung der Saison gewesen.» Im Vergleich zur 0:2-Niederlage im letzten August dürfte der 2:0-Sieg gestern zu den besten Berner Partien in dieser Saison zählen. Gestern gingen die beiden Teams, normalerweise mit offensivem Naturell, zuerst zurückhaltend ans Werk. Thierry Doubai gelang in der 10. Minute trotz aussichtsreicher Position kein Abschluss, Moreno Costanzo zielte 30 Minuten später zu wenig genau. Zur Pause gab es also noch nichts Zählbares zu notieren, und so unterhielten sich einige unbelehrbare YB-Supporter mit einer Menge Feuerwerk, das zuweilen auch neben dem Fanblock landete, selbst. Topjoker Mayuka Durchgang zwei indes startete mit einem starken YB-Signal. In der 48. Minute spielte Costanzo mit Senad Lulic Doppelpass und traf gekonnt zum 1:0. Das bescheidene Sion blieb nach zuletzt fünf Heimsiegen in Serie harmlos. Nach dem Rückstand entschied sich Roussey für offensivere Kräfte, wechselte Goran Obradovic und später Nicolas Marin ein – ohne grosse Wirkung. Im Gegenteil, in der 64. Minute gelangte Lulic unbehelligt in den Walliser Strafraum, zögerte aber zu lange mit dem Abschluss. Wie so meistens, wenn YB auf Kurs ist, durfte Emmanuel Mayuka auch gestern Henri Bienvenu als Stürmer ersetzen, und wie schon oft traf der Sambier kurze Zeit später. In bester Jokermanier benötigte er etwas mehr als eine Minute, ehe er mit seinem ersten Ballkontakt nach Doubais Zuspiel traf. Mayukas Tor entschied die Partie, wieder gewann YB gegen einen Konkurrenten. Mit dem Frühlingsbeginn hat YB die Aufholjagd eingeläutet – der FC Zürich (3:2-Sieg in Thun) ist aber weiter fünf Punkte entfernt.Moritz MarthalerTelegramm/Tabelle Seite 26 >

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