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Worüber der Grosse Rat heute entscheidet

Die Ausgangslage vor der heutigen Debatte im Grossen Rat ist ebenso bekannt wie brisant. Sein oder Nichtsein, Schlossbergschule, das ist hier die Frage. Was zur geplanten Schliessung respektive zum Erhalt der kantonalen Berufsfachschule in Spiez bisher geschah: Ende Juni teilte die Berner Regierung mit, dass im Zuge des Entlastungspakets 2012 bis 2015 die Schule, die 1980 gegründet und bis 2003 in Thun beheimatet war, auf 2015 geschlossen werden soll. Damit sollten jährlich 2,4 Millionen Franken eingespart werden. 320 Lernende, 60 Lehrpersonen und 4 Verwaltungsangestellte: das die Zahl der davon Betroffenen. Die Regierung sah vor, dass die Klassen der Brückenangebote – des berufsvorbereitenden Schuljahres und der Vorlehre – nach Thun und Interlaken verschoben würden. Die Lehrwerkstätte für die Ausbildung der Bekleidungsgestalterinnen sollte in Spiez geschlossen und das Angebot nur noch in der Stadt Bern geführt werden. Neu mit lediglich noch 15 Ausbildungsplätzen pro Jahr. In Spiez reagierte man verständnislos. Die Folge des Schliessungsentscheids war eine überparteiliche Motion von Oberländer Grossräten, die das Fortbestehen der Ausbildungsstätte verlangte. Mit Erfolg, denn diese Motion «Die Schlossbergschule darf nicht geschlossen werden» wurde am 11.November von der Regierung zuhanden des Grossen Rates gutgeheissen. Antrag: Annahme – was einer Kehrtwende um 180 Grad gleichkam. Lanciert wurde der Vorstoss, über den das Kantonsparlament heute befindet, von den Grossräten Hannes Zaugg-Graf (Uetendorf, SP, Motionär); Bethli Küng-Marmet (Saanen, SVP); Anita Luginbühl-Bachmann (Krattigen, BDP); Thomas Heuberger (Oberhofen, Grüne); Marc Jost (Thun, EVP); Alfred Schneiter (Thierachern, EDU) und Peter Flück (Brienz, FDP). Wird die Schlossbergschule tatsächlich nicht geschlossen, bleiben nebst den Brückenangeboten auch die 45 Ausbildungsplätze für Bekleidungsgestaltung erhalten. Verluste gäbe es trotzdem, wenn auch nicht in Spiez: Per 2015 würden 45 entsprechende Ausbildungsplätze an der Berufs-, Fach- und Fortbildungsschule (BFF) Bern aufgehoben. «Diese Massnahme muss – analog zur Schlossbergschule – Nettoeinsparungen von jährlich 1,2 Millionen Franken bringen», schrieb die Regierung am 10.November. 11 Vollzeitstellen würden in Bern verschwinden. Auch stellte der Regierungsrat Forderungen, damit er auf die Schliessung in Spiez verzichtet: Das Sparziel von 2,4 Millionen Franken ab 2015 sei einzuhalten. Und die Gemeinde Spiez als Vermieterin der Schulanlage Räumli müsse den Mietzins von 2,1 Millionen um 1 Million reduzieren. Auch hielt er fest, dass die Räume der Schlossbergschule bei einem Rückgang der Schülerzahlen optimal zu nutzen seien – sprich: dies eine Konzentration der Oberländer Brückenangebote in Spiez bedeuten könnte.jss/sf>

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