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«Wollen Spielraum offenhalten»

Der Utzenstorfer Gemeinderat will das Land

Weiterhin verkaufen und mit Wohnungen überbauen lassen, so wie es das Volk im Herbst 2003 an der Urne beschlossen hat? Oder nicht doch lieber zuwarten und das Land leer lassen, so wie es eine von der SVP lancierte und von 210 Leuten unterschriebene Initiative fordert? Für öffentliche Nutzungen Lange Zeit liessen die Utzenstorfer Behörden offen, wie sie die Zukunft des gemeindeeigenen Baulands im Lindenpark sehen. Jetzt aber haben sie auf das Begehren, das die SVP im letzten August eingereicht hat, reagiert – und schlagen einen dritten Weg vor: Sie möchten die rund 3300 Quadratmeter grosse Fläche einem Investor im Baurecht überlassen können, «wobei mindestens ein Drittel der Nutzfläche für Zwecke im öffentlichen Interesse zu nutzen ist». So steht es im Gegenvorschlag, den der Gemeinderat der Initiative gegenüberstellen will. Und den er nun zusammen mit der Initiative am 26.September an die Urne bringt. Angst vor der Blockade «Wir wollen uns einen gewissen Spielraum offenhalten», sagt Gemeinderat Niklaus Knuchel (BDP) zur Haltung der Exekutive. Es stimme zwar, dass sich die finanzielle Lage der Gemeinde massiv verbessert habe und damit der Grund für das seinerzeitige Ja zum Verkauf weggefallen sei. Andererseits sei das Land aber wegen seiner zentralen Lage derart attraktiv, «dass wir handeln möchten, wenn sich eine gute Gelegenheit ergibt». Wobei: «Wir haben überhaupt kein konkretes Projekt vor Augen.» Wenn aber das Begehren der SVP angenommen werde, sei die Situation im Lindenpark für Jahre blockiert. Genug leere Wohnungen Demgegenüber betont SVP-Präsident Thomas Sollberger, dass es in Utzenstorf genügend leere Wohnungen gebe. «In dieser Situation sind wir der festen Überzeugung, dass die Fläche nicht überbaut werden sollte.» Eine so gut gelegene Fläche müsse die Gemeinde als strategische Reserve in der Hinterhand behalten. Etwa für einen Landtausch, der ein anderes wichtiges Projekt möglich machen würde. Investor starb Sollberger sagt offen, dass die leidvolle Geschichte der Überbauung im Lindenpark diesen Gedanken noch Vorschub geleistet habe. Schon das Ja zum Landverkauf fiel 2003 nicht sehr klar. Später sorgten geplante Flachdächer für Wirbel, und schliesslich starb der Investor, für den sich Utzenstorf entschieden hatte. Die Behörden überlegten sich daher im letzten Jahr, das Land neu auszuschreiben. Stephan Künzi>

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