Zum Hauptinhalt springen

Wo sich drei Gemeinden treffen

20 Wanderminuten

Die Alpen scheinen hier fast zum Greifen nah. Entsprechend beliebt ist der Wanderweg vom Chuderhüsi der Sonnseite entlang in Richtung Ringgis. Er führt unter anderem an Mühleseilen vorbei, dem Ort, an dem die drei Gemeinden Röthenbach, Bowil und Linden zusammenkommen. Ab und zu sei er mit einer Schulklasse hier vorbeigekommen, berichtet Ruedi Megert, pensionierter Lehrer und gegenwärtiger Gemeindepräsident von Röthenbach. Vor dem alten Grenzstein sei man jeweils stehen geblieben und habe die eingemeisselten Buchstaben studiert. R für Röthenbach. B für Bowil. Beim O hingegen stutzten die Schüler jeweils. Ihr Lehrer erklärte ihnen dann, der Buchstabe stehe für Otterbach, das im Jahr 1946 mit Inner- und Ausserbirrmoos zur Gemeinde Linden fusionierte. Zwei Wochen Arbeit Vor einiger Zeit hatte Ruedi Megert die Idee, an diesem Grenzpunkt einen 3-Gemeinden-Platz einzurichten. Helena Tschanz stellte dafür die Wiese vor ihrem Spycher in Mühleseilen zur Verfügung. Und als die Gemeinderäte von Röthenbach, Bowil und Linden je 3000 Franken an den Bau sprachen, war der Platz beschlossene Sache. Gebaut haben ihn Stefan Kropf und Jonas Häni; sie stehen beide im dritten Lehrjahr als Landschaftsgärtner. Von ihren Lehrbetrieben – einer in Linden, einer in Bowil – erhielten sie die Platzgestaltung als individuelle Facharbeit, als Teil der Lehrabschlussprüfung, zugeteilt. Knapp zwei Wochen hätten sie daran gearbeitet, erklären die beiden jungen Männer. Sie haben die ehemalige Wiese mit Grien planiert, mit grossen Steinen terrassiert, einen Tierlibaum – hochdeutsch Kornelkirsche – gepflanzt, eine Holzbank und eine Infotafel montiert und schliesslich den alten Grenzstein wieder gesetzt. Den Stein, der vor einiger Zeit weggeräumt wurde und seither im Bowiler Werkhof lagerte. «Löie, luege u verwile» Nun ist der 3-Gemeinden-Platz fertig. Welche Note sie dafür bekommen, wissen Stefan Kropf und Jonas Häni noch nicht. Das Lob der Gäste an der Eröffnungsfeier war ihnen aber gewiss. Schön und schlicht sei der Platz, «wie wir drei Gemeinden es auch sind», sagte Bowils Gemeindepräsident Moritz Müller. Und Ruth Linder, seine Amtskollegin aus Linden, sieht den Platz als «Eggeli zum Löie, Luege u Verwile». Markus Zahno >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch