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Wirtschaft greift ein

Die Wirtschaftsverbände wollen mit einem Komitee für alle bürgerlichen Regierungskandidaten den SVP-BDP-Graben überwinden.

Mit dem Entscheid der SVP-Delegierten vom Dienstag, nur die FDP-Regierungsratskandidaten zu unterstützen, nicht aber die Kandidatin der BDP, steht definitiv fest, dass die bürgerlichen Parteien nicht geeint zu den Wahlen 2010 antreten. Dies im Gegensatz zu SP und Grünen. Somit wird es für die Bürgerlichen noch schwieriger, die 2006 verlorene Mehrheit im Regierungsrat zurückzuerobern. Dessen sind sich die Wirtschaftsverbände bewusst. Deshalb wollen sie mit einer gemeinsamen Strategie und einem überparteilichen Komitee versuchen, über den SVP-BDP-Graben hinweg doch noch eine Einheit zu erreichen. In die Gespräche involviert sind der Gewerbeverband Berner KMU, der Handels- und Industrieverein (HIV), der Hauseigentümerverband (HEV), der Arbeitgeberverband und die Landwirtschaftliche Organisation Lobag. «Die Verbände müssen diesmal eine stärkere Rolle spielen», sagt Berner-KMU-Direktor Christoph Erb. Die Arbeiten seien intensiv im Gange. Noch stehe aber nicht definitiv fest, wie, in welchem Umfang und mit wie viel Geld dies geschehen werde. Was macht die BDP? Offen ist auch, wie die BDP auf den Entscheid der SVP reagieren wird. Die Parteileitung werde das diskutieren, sagt Präsidentin Beatrice Simon. Den Entscheid werde schliesslich die Parteiversammlung im Januar fällen. «Wir haben die Türe nicht zugeschlagen», sagt Simon. «Es liegt an der SVP, wenn es nicht gelingt, die bürgerliche Mehrheit zurückzuerobern.» Für die BDP sei «entscheidend, dass es im Regierungsrat wieder eine bürgerliche Mehrheit gibt». Wenn die BDP nur die FDP-Kandidaten unterstützen würde, widerspräche dies laut Simon diesem Ziel. Der Entscheid liege aber bei der Parteiversammlung. Möglich scheint, dass die BDP-Leitung beantragen wird, die bürgerlichen Kandidaten zu unterstützen, ohne explizit Parteien zu nennen.drh>

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