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«Wir müssen diese Übung abbrechen. Leider»

BielDie Ideenfabrik Brainstore hat vor Gericht eine Niederlage erlitten. Zu gross war die Skepsis gegenüber der aktuellen und der zukünftigen Lage des Unternehmens.

Die Bieler Brainstore AG verliert den Schutz der Nachlassstundung. Gerichtspräsident Balz Oberle hat gestern dem Gesuch um Widerruf der Nachlassstundung der Sachwalterin Transliq stattgegeben. Das bedeutet zwar nicht automatisch, dass Brainstore in Konkurs ist, allerdings dürfte dies nur noch eine Frage der Zeit sein – dass Brainstore-CEO Markus Mettler im letzten Moment einen Investor aus dem Hut zaubert, der die Schulden von rund drei Millionen Franken übernimmt, scheint wenig wahrscheinlich. Gerichtspräsident Oberle äusserte grosses Bedauern über diesen Schritt, betonte aber, dass er gar nicht anders entscheiden könne. Wiederholt habe die Ideenfabrik Weisungen der Sachwalterin missachtet, die Investorensuche sei erfolglos verlaufen, während der Nachlassstundung hätten sich neue Verluste angehäuft, und dass ein Nachlassvertrag nach dem von Mettler skizzierten ungewohnten Modell zustande komme, sei «nach menschlichem Ermessen ausgeschlossen» – so begründete Oberle seinen Entscheid. Dieser bereite ihm «keine Freude», doch er sagte: «Wir müssen diese Übung abbrechen. Leider.» Gerichtspräsident Oberle machte aber auch deutlich, dass die Gründe für die «Kommunikationsprobleme» zwischen Brainstore und Transliq vor allem in der Haltung Mettlers zu suchen seien. Jeder Gläubiger kann nun innert 20 Tagen die sofortige Konkurseröffnung beantragen. Und Mettler? Ob er das Urteil anfechten werde, mochte er gestern auf Anfrage nicht sagen. Mit der Ideenmaschine werde er aber sicher weiterarbeiten. Im Gerichtsfall verabschiedete er sich von allen Anwesenden mit Handschlag und einem Lächeln. tg/BT >

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