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«Wir haben den Platz fast umgegraben»

Die Erwartungen an seine Equipe seien etwas gar hoch gewesen, erklärt Captain Severin Lüthi. «Bei uns spürte ich eine gewisse Verkrampfung.»

Captain Severin Lüthi wirkte nach der deutlichen Erstrunden-Niederlage enttäuscht, aber gefasst. Der Berner äusserte sich zum ernüchternden Ergebnis: «Es lief vieles gegen uns, am Freitag hätten wir durchaus punkten können. Wir haben die USA nicht unterschätzt und wussten, dass John Isner und Mardy Fish auch auf Sand sehr gefährlich sein können. Jeder hat gekämpft, auch ich versuchte, von der Bank aus Impulse zu setzen.» zum Sandbelag: «Mit Stan hatte ich den Platz bereits am vergangenen Wochenende getestet. Wir realisierten, dass er viel zu schnell ist. Danach liessen wir nichts unversucht, ich stand im ständigen Dialog mit den Platzbauern. Wir haben mehr Sand aufgetragen und den Platz fast umgegraben – er wurde langsamer, blieb aber suboptimal. Jetzt werden wir für die Belag- und Hallenwahl kritisiert. Aber: Bestimmte Voraussetzungen muss man akzeptieren. Weil die Hallen in Bern, Zürich, Basel und Genf belegt waren, drängte sich die Variante Freiburg auf.» zum Druck, vor Heimpublikum anzutreten: «Die Amerikaner traten locker und selbstbewusst auf. Bei uns spürte ich eine gewisse Verkrampfung, Stan wirkte im Einzel phasenweise gehemmt. Wir werden das analysieren. Ich versuchte, die Erwartungen von aussen zu dämpfen, denn im Vorfeld waren diese zu hoch gewesen. Alle dachten, wenn Roger spielt, gewinnen wir den Davis-Cup. Aber es gibt fünf oder sechs Teams, die gleich stark oder stärker besetzt sind als wir.» zum Rummel rund um Roger Federer: «Spielt Roger, nimmt der Anlass eine andere Dimension an. In der Schweiz will jeder etwas von ihm, alle Anfragen kann er natürlich nicht absagen. Roger lässt sich durch den Hype nicht ablenken. Aber weil er derart viele Verpflichtungen hat, konnte er während der Vorbereitungsphase nicht von Beginn an beim Team sein. Das ist nicht optimal, lässt sich aber nicht ändern.» zum Doppel Federer/Wawrinka: «Das Doppel lebt von den Automatismen. Seit dem Olympiasieg 2008 haben die beiden zusammen nur eine Handvoll Spiele gemacht. Für den Davis-Cup wäre es vorteilhaft, wenn sie auf der Tour ab und zu ein Doppel bestreiten würden. Aber dann kämen andere Dinge zu kurz. Roger spielt schon ungemein viel, hat zahlreiche Termine und eine Familie. Ich werde das Thema Doppel aber nochmals aufgreifen – auch im Hinblick auf Olympia.» über einen Einsatz Federers im Abstiegsspiel:«Ich versuche stets abzuwägen, was das Beste für ihn und das Team ist. Entschieden wird sicher erst nach der Auslosung – hoffen wir, dass es nicht wieder eine Reise ans andere Ende der Welt gibt. Der Davis-Cup ist für Roger keine lästige Pflicht, aber der Aufwand muss vernünftig sein.» zu seiner Zukunft im Team: «Ich spüre Rückhalt und Vertrauen, auch von Swiss Tennis. Der Verband lässt mir Freiheiten. Ich geniesse meinen Job und bin motiviert, weiterzumachen.» phr>

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