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Willkommen in Gustavs Fundgrube

popGustavs neues, gleichnamiges Album ist ein Mix aus Best-of-Platte, Fundgrube und Livescheibe. Es bietet einen Einblick in das vielfältige

«Hell, it’s a lot of music», soll Mastering-Legende Geoff Pesche über Gustavs neuesten Wurf gesagt haben. Da hat er recht: Zwei CDs mit je 18 Songs umfasst das Album mit dem schlichten Titel «Gustav». Darauf macht der Freiburger Musiker und Gewinner der Fernsehshow «Kampf der Chöre», worauf immer er Lust hat: Er spielt die verschiedensten Instrumente, singt in vier Sprachen, vertont Gedichte, lullt Kinder in den Schlaf und ist sich auch nicht zu schade, den Karaoke-Versionen eines Songs ein Plätzchen einzuräumen. Alte Stücke, neu arrangiert Auf der ersten CD «Trésors» finden sich eine Zusammenstellung der populärsten Songs Gustavs sowie die beiden neuen Stücke «Ritter» und «Le temps d’une nuit». Die meisten der alten Lieder hat der Musiker neu arrangiert. Die Auswahl ist clever, denn für jede stilistische und sprachliche Vorliebe findet sich etwas. Mit «Ritter» macht Pascal Vonlanthen (36) alias Gustav einen eindeutig zweideutigen Start. Der poppige Song in Senslerdeutsch beschreibt metaphorisch eine Bettszene. Die beiden Reiter preschen den Gipfeln entgegen – und rollen zum Schluss über den Bettrand hinaus. Arrangiert ist das Stück mit einem Blas- und Streichorchester. Jugendfreier geht es in «Gegen Süden» zu und her. Im Stück, das 2000 auf dem Album «Vers le sud» erschienen ist, will der Musiker seine Liebste dem Alltagstrott entreissen. Ein wunderbar leichter Song, der Aufbruchsstimmung erzeugt. Liebeslied fürs Publikum Die zweite Scheibe «Trouvailles» ist unangepasster, rockiger und vielfältiger. Liveversionen sowie ältere, unveröffentlichte Songs wechseln sich ab. Der Sänger jongliert mit den Stilen und sorgt für Überraschungen. «Dirty Pillow» beispielsweise klingt eher nach Beastie Boys als nach Gustav. Ironie mag er Im ersten Moment erschlagen einen die 36 Lieder fast. Manch eines ähnelt hier dem anderen, weniger wäre wohl mehr gewesen. Das Konzept zweier unterschiedlicher CDs ist zwar gut. In der Umsetzung sind sich die beiden Scheiben aber zu ähnlich. Ein Gutes hat der Umfang der neuen Scheibe: Er widerspiegelt, welch vielfältiger Musiker Gustav ist. Er spielt nicht nur mit der Musik, sondern auch mit der Sprache. Ironie ist eines seiner liebsten Stilmittel. Das Lied, das er singe, sei zwar furchtbar schlecht, dennoch liebe er sein Publikum über alles, singt er im allerletzten Lied «Parce que je vous aime». Annina HaslerGustav: «Gustav» erscheint am Freitag, 19.8., bei Universal Music.>

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