Zum Hauptinhalt springen

Wieder reicht ein 2-Tore-Vorsprung nicht

SCL TigersDie Liste der nicht zwingenden Niederlagen wird immer länger. Trotz 3:1-Führung verloren die Langnauer bei den ZSC Lions mit

Die SCL Tigers haben im Hallenstadion eine Riesenchance ausgelassen, erstmals in dieser Saison die ZSC Lions zu bezwingen und gleichzeitig ihre Ausgangslage für die Playouts zu verbessern. Wie schon so oft in dieser Saison wurde ihnen die fehlende Leistungskonstanz zum Verhängnis. Auf den 0:1-Rückstand nach sechs Minuten reagierten sie in verblüffender Manier und gingen mit drei Toren innerhalb von e Minuten mit 3:1 in Führung. Kurz danach verpasste Lukas Haas das 4:1 und vergab damit wohl auch den Matchpuck. Die Zürcher vermochten ihrer Favoritenrolle nicht gerecht zu werden und wurden von ihrem Publikum mit einem Pfeifkonzert in die zweite Pause verabschiedet. Leimbacher rettet einen Punkt In den letzten 20 Minuten und in der Verlängerung waren die Rollen dann komplett vertauscht. Die Langnauer verloren die Kontrolle über Spiel und Gegner; und wie schon im ersten Heimspiel am 4.Oktober konnten sie ihre vielversprechende Ausgangslage nicht nutzen. Damals hatten sie nach 28 Minuten 4:2, zwei Minuten und zwanzig Sekunden vor Schluss noch immer 5:4 geführt und letztlich trotzdem verloren – 5:6 nach Penaltyschiessen. Wie stark die Emmentaler am Samstag im Schlussdrittel und der Verlängerung unter Druck gerieten, zeigt ein Blick auf das Schussverhältnis – 9:29! Die vorher bedenklich schwachen Zürcher standen in der Endphase einem Dreipunktesieg nach regulärer Spielzeit sogar näher als die SCL Tigers. Deren Torhüter Urban Leimbacher rettete aber mit 27 Abwehrparaden wenigstens noch den einen Punkt. «Diese Niederlage», meinte der beste Emmentaler enttäuscht, «ist wirklich frustrierend. Wir waren lange Zeit die bessere Mannschaft, und wir haben vorbildlich gekämpft. Wenn wir in unserer besten Phase auch noch das 4:1 erzielt hätten, wäre das Spiel zu unseren Gunsten entschieden gewesen.» Aber auch Leimbacher weiss natürlich, wie das mit «hätte» und «wäre» so ist. Der in der Organisation der ZSC/GCK Lions ausgebildete Goalie fand im Moment der Niederlage doch noch einen positiven Aspekt: «Auswärts gegen die ZSC Lions einen Punkt zu gewinnen ist für ein Team, wie wir es sind, bestimmt nicht schlecht.» Zu hohe Fehlerquote Die Mannschaft der SCL Tigers wusste, bei wem sie sich für den Punktgewinn bedanken musste: Bei Urban Leimbacher. Er wehrte 46 oder 93,9 Prozent aller Schüsse ab. Wenn ein Torhüter seinem Team mit dieser überdurchschnittlichen Abwehrquote eine Siegeschance gibt, dann muss sie genutzt werden. Aber die Emmentaler leisteten sich unter Druck in der eigenen Abwehrzone einmal mehr zu viele Abspielfehler. Die Anzahl der Scheibenverluste auf dem Weg aus dem eigenen Verteidigungsdrittel war viel zu hoch. Dass es auch mit nur einem oder zwei Pässen wesentlich unkomplizierter und erfolgreicher geht, zeigten die Langnauer in den zehn Unterzahlminuten ohne Gegentor und erst noch einem «Shorthander» durch Kurtis McLean zum 3:1-Zwischenstand. Das Spiel, das für die Tigers aus Eigenverschulden unglücklich endete, hatte schon unglücklich begonnen. In der 4. Minute aberkannte Headschiedsrichter Popovic das 1:0 durch Paul DiPietro wegen Behinderung des Torhüters. Videoaufnahmen zeigen aber, dass ZSC-Torhüter Flüeler viel eher das Gleichgewicht verlor, als dass er von Pascal Pelletier umgerissen wurde. Ohne gegnerische Einwirkung hatte sich im Heimspiel gegen Gottéron Anton Gustafsson am Knie verletzt. Wenn sich der Verdacht auf einen Kreuzbandriss bestätigt, dann ist für den jungen Schweden die Meisterschaft zu Ende. Werner Haller;SCL Tigers: News, Kommentare, Matchberichte www.scltigers.bernerzeitung.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch