Zum Hauptinhalt springen

Wettstreit der Instrumente

SpiezDas Jugendsinfonieorchester Arabesque begeisterte in der Reformierten Kirche von Spiez mit Brittens «The Young Person’s Guide to the Orchestra».

Vor vollen Bänken trat das Jugendsinfonieorchester Arabesque unter der Leitung von Markus Oesch und Georgios Balatsinos in der Reformierten Kirche Spiez auf. Zwei Märsche aus «Pomp and Circumstance» bildeten einen gelungenen Konzertauftakt. Überzeugend nahm das junge Orchester das Publikum mit den bekannten majestätischen Stücken von Edward Elgar (1857–1934) sofort ein. Darauf folgte die «Sinfonia Concertante für Oboe, Klarinette, Horn, Fagott und Orchester» von Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791). Vier Solisten (Cornelia Wirz (Oboe), Ursula Jenne (Klarinette), Fausto Oppliger (Horn) und Martina Jacobi (Fagott)) aus den eigenen Reihen bestritten, vom 40-köpfigen Orchester aufmerksam begleitet, die Soloparts mit erfrischendem Charme und viel Musikalität. Solisten im Einklang In «The Young Person’s Guide to the Orchestra» von Benjamin Britten (1913–1976) schliesslich lief das Jugendorchester zu absoluter Bestform auf. Britten komponierte das Stück 1946 für einen Dokumentarfilm, der Kinder mit dem Sinfonieorchester vertraut machen sollte. In jeder der dreizehn Variationen über ein Thema von Purcell tritt ein Instrument solistisch hervor, um seinen Klang und seinen Charakter zu präsentieren. Diese Gegenüberstellungen, welche ja eine Art Wettstreit bedeuten, beflügelte das Leistungsvermögen der jungen Musiker ganz offensichtlich: Jedes Register präsentierte sich von seiner allerbesten Seite. Die Bläser zeigten schönen Ton und Virtuosität, die Streicher überzeugten vor allem mit kompaktem Registerklang und guter Intonation. Es schien, als würden die verschiedenen Instrumente versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen. Aber trotzdem war ihr Spiel kein Gegen-, sondern ein Miteinander. Auch in den Tuttipassagen überzeugte das Orchester. Alles in allem: Ganz in Brittens Sinn machte das Arabesque mit der Interpretation seines Stücks allerbeste Werbung für die Orchestermusik – und auch für sich.Miriam Schild>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch