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Westumfahrung ist ein zweischneidiges Schwert

Die Westumfahrung weckte bei den Anwohnern Hoffnungen und Ängste. Die Bilanz rund um die neue Brücke ist nach vier Wochen durchwachsen. Manche haben profitiert, andere erlitten Einbussen oder denken an Umzug.

Kurz nach ihrer Eröffnung sorgte die Westumfahrung vor allem für negative Schlagzeilen. Stehende Kolonnen bis auf die Autobahn, Beschwerden weil keine Kreisel gebaut wurden. Nach einem Monat hat sich zwar einiges relativiert, andere Probleme warten aber noch auf Lösungen. Unzufrieden ist der VCS. «Für Velos funktioniert die Achse entlang der Westtangente noch nicht», sagt Stefanie Fuchs von der Solothurner Sektion des Verkehrs-Clubs der Schweiz. Die Verkehrsführung beim Obachknoten sei unbefriedigend und seit der Eröffnung seien der neue Kreisel an der Bielstrasse und auch die Kreuzung bei «Ypsomed» für die Velofahrer gefährlicher geworden. «Der starke Verkehr macht diese Strecke auch für versierte Velofahrer zu einer Herausforderung», so Fuchs.

«Nach der Startphase hatte ich kaum noch Meldungen wegen der Westumfahrung», sagt TCS-Präsident Konrad Luder. «Das ist in der Regel ein gutes Zeichen». Seit die Ampeln justiert wurden, laufe es recht gut, meint Luder.

Die Kolonnen beim Obachknoten haben sich mittlerweile verkürzt. Grund dafür ist die Justierung der Ampeln, welche vom Kanton vorgenommen wurden. Die Berechnungsmodelle, die man ursprünglich zur Steuerung der Lichtsignale verwendet hatte, wurden gewissermassen von der Realität überholt.

Die Frage nach den Kreiseln wurde bereits in der Bauphase diskutiert. Die Antwort ist dieselbe geblieben: «Wenn auf der Brücke oder im Gibelintunnel ein Unfall passiert, kann mit einer Ampel verkehrstechnisch eingegriffen, der Verkehr geleitet werden. Mit einem Kreisel wäre die Gefahr eines Rückstaus auf der Autobahn zu gross», erklärt Esther Widmer vom Bundesamt für Strassen. Stadt und Kanton wollen Mitte Monat detailliert über die Erfahrungen mit der Westumfahrung informieren.

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