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Werbung für die runde Knolle

Der Coop Lyssach-Center an der gleichnamigen Einkaufsmeile stand gestern ganz im Zeichen der Kartoffel. Hinter dem erstmals durchgeführten Produktetag steht der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband.

Ein undefinierbarer Duft zwischen Marroni, Würsten und Kartoffelsuppe empfängt die Besucherinnen und Besucher bereits am Eingang des Lyssacher Einkaufscenters. Auf den ersten Blick scheint der Freitag, der 13. , die Leute von einem Einkaufsbummel abgehalten zu haben. Gähnende Leere herrscht sowohl beim Marroni- wie auch beim Imbissstand vor dem Haupteingang. Und dies, obwohl es gerade Mittag ist. Hat man die Drehtüre passiert, werden die Duftschwaden definierbar: Es riecht eindeutig nach Kartoffelsuppe. Und ein herbstlich dekorierter Stand im Foyer des Centers würde eigentlich zum Verweilen einladen. In Säcken oder als Suppe Der omnipräsente Hauptdarsteller am Stand ist die Kartoffel. Sie prangt in ihrer ganzen Namensvielfalt auf Plakaten und Broschüren sowie live in Säcken. Oder von Landfrauen verarbeitet als Suppe und Kuchen. Aber nicht nur Lyssach ist auf die Kartoffel gekommen. Zwischen dem 30.Oktober und dem 14.November werden in der ganzen Schweiz sogenannte Produktetage abgehalten. Hinter der erstmals durchgeführten Kartoffelkampagne steht der Schweizerische Bäuerinnen- und Landfrauenverband. Sängerin Natascha verweilt Immer wieder versuchen Eva Lysser und ihre beiden Helferinnen Christine Meer und Helene Jutzi aus Hettiswil die Vorbeieilenden für das Andengewächs zu interessieren. «Keine Zeit» oder ein entschuldigendes Lächeln bekommt die Botschafterin der Kartoffel Eva Lysser nicht selten zu hören. Natascha dagegen nimmt sich Zeit. Und nicht nur fürs Degustieren. Die bekannte Sängerin zeigt auffallendes Interesse am heimischen Gewächs. Und bekundet mit strahlendem Lächeln ihre Vorliebe für Kartoffelgerichte. Weiss sogar um die Zusammenhänge zwischen Sackfarbe und Kartoffelsorte. Obschon sie, seit sie für ihr neues Album oft nach Paris reist, «selten Musse zum Kochen finde». Eigentlich möchte die ausgebildete Bäuerin Eva Lysser ihr breites Wissen über gesunde Ernährung, welches sie an einem siebentägigen Lehrgang für den Produktetag gelernt hat, weitergeben. Aber gerade ältere Herrschaften wüssten erstaunlich viel über das Knollengewächs und seinen vielseitigen Einsatz in der modernen Küche. Kartoffelsuppe und Kartoffelkuchen kommen bei ihnen auch besonders gut an. Ob denn solche Produktetage wirklich nötig sind? Eva Lysser findet es sinnvoll, die Konsumentinnen und Konsumenten für einheimische und saisongerechte Nahrungsmittel zu sensibilisieren. Und dabei die wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zusammenhänge aufzuzeigen. Die Lager sind übervoll So bekommen die interessierten Passantinnen und Passanten unter anderem «Kartoffelrezepte aus allen Kantonen» in die Hand gedrückt. Kaum ein Lebensmittel sei so vielseitig wie die Kartoffel, weiss Lysser. «Zumal dieses Jahr wegen des günstigen Wetters die Lager übervoll sind.» Das weiss auch Peter Rüdiger aus dem Schwarzwald, der in Rüderswil auf einem Bauernhof mit Ackerbau arbeitet. «Vom eigenen Acker schmecken die Kartoffeln am besten», sagt er mit breitem Grinsen. Kartoffeln, Milch, Gemüse Der Kartoffeltag ist gemäss Eva Lysser ein Teilprojekt der längerfristigen Kampagne «Gesund essen, wir wissen wie». Nächstes Jahr werde die Milch Hauptdarstellerin sein und danach das Lagergemüse. Nun hofft die Botschafterin der vielseitigen Knolle noch auf den Abend. Möglicherweise hätten die Leute dann etwas mehr Zeit für die Erdknolle. Lilo Lévy-Moser >

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