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Wenn Energie verpufft

Interlaken«Gebäudesanierung – von der Analyse zu konkreten Investitionen»: Unter diesem Titel lud der Energie-cluster.ch nach Interlaken ein. 170 Architekten, Planer, Ingenieure, aber auch private Hausbesitzer verfolgten die Vorträge der Fachleute.

Der Verein Energie-cluster.ch bezweckt, Innovationen im Energiebereich zu fördern, die Wertschöpfung zu steigern und Arbeitsplätze zu schaffen. Er nimmt Einfluss auf Rahmenbedingungen und Standortfaktoren für den Energiebereich und unterstützt Forschung und Entwicklung, Wissenstransfer, Innovationen, Kooperationen, Erfahrungsaustausch, Bildung, Schulung, Weiterbildung und Know-how, Moderation, Marketing, PR und Imagepflege, Exportförderung, Messebeteiligungen. Die Träger des Vereins sind mehrere kantonale und eidgenössische Ämter und daneben andere Fachstellen. Vor allem ältere Gebäude Am «Energie-Apéro» in der Aula der Sekundarschule Interlaken orientierte Benno Niedermann von den Industriellen Betrieben Interlaken (IBI) über die gemeinsam mit den Gemeinden Interlaken und Unterseen sowie der Bank EKI durchgeführte Aktion. Insbesondere bei Gebäuden älteren Baujahrs, und die sind auf dem Bödeli in der Mehrheit, entweiche häufig ein beachtlicher Teil der erzeugten Wärme in die Umwelt, ohne ihren eigentlichen Zweck zu erfüllen. Mittels Infrarotaufnahmen von der Firma Energiecheck Bern AG wurden die Wärmeverluste sicht- und begreifbar gemacht. 5 Prozent perfekt gedämmt 163 Hausbesitzer in den Gemeinden Unterseen, Interlaken und Matten haben zum subventionierten Tarif von 200 Franken für ein Einfamilienhaus die Grundlagen für die Planung der Sanierungsarbeiten erhalten. Hauptsächlich bei Fenstern, Kellerdecken und Fassaden hat Beat Gattlen, Geschäftsführer der Energiecheck Bern AG, Handlungsbedarf festgestellt. Nur gerade 5 Prozent der analysierten Häuser waren perfekt gedämmt, bei 65 Prozent besteht mittleres und bei 30 Prozent hohes Sanierungspotenzial. Seine Aussagen untermauerte er mit Wärmebildaufnahmen. 350 Millionen verpuffen 50000 Gebäude im Kanton Bern hätten eine wärmetechnische Sanierung nötig, sie verpuffen durchschnittlich 50 Prozent der Heizenergie oder umgerechnet 350 Millionen Franken pro Jahr, stellte Karin Scheidegger vom kantonalen Amt für Umweltkoordination und Energie fest. Mit Vorschriften, Labels und Förderung will das Amt diesem Missstand begegnen. Die rund 170 Zuhörer in Interlaken interessierte unter anderem, wie der einzelne Hauseigentümer von den angebotenen Fördergeldern profitieren kann. Die Voraussetzungen sind strikt – eine Abklärung vor Baubeginn schützt vor nachträglichen Enttäuschungen. Für das Jahr 2012 sind sogar noch ausgebaute kantonale Förderprogramme in Diskussion. Finanzierungsmodelle Oft macht es Sinn, verschiedene Sanierungsmassnahmen gebündelt anzugehen, um damit rasch eine bessere Wirkung zu erzielen. Roland Donzé, stellvertretender Bankleiter der EKI, präsentierte dazu interessante Bonusmodelle zur Finanzierung. Und wie bei komplexeren Sanierungsprojekten der Fachmann vorgeht, erläuterte Geschäftsführer Patrick Gurtner von der Universal Gebäudemanagement AG Interlaken. Wichtig sei in jedem Fall eine detaillierte Analyse der Ansprüche des Eigentümers, bevor die Planung und Umsetzung der Massnahmen in die Hand genommen würden. Beat Jordi>

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