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Wenn ein Fingerabdruck genügt

Das Geschäft mit dem

Den gebürtigen Spiezer Mike Freudiger und seinen Kollegen Christian Rieder aus Ried bei Kerzers lassen Computer nicht kalt – im Gegenteil. Die beiden Informatiker hatten nach ihrer Ausbildung an der höheren Fachschule nicht genug vom Programmieren. Beide arbeiten täglich mit Servern, Datenbanken und denken in der Programmiersprache. In der Freizeit packt sie das Entwicklerfieber. «Ich habe meine Diplomprüfung auf dem Gebiet biometrische Datenerfassung gemacht», sagt der 28-jährige Freudiger. «Das Thema hat mich sehr interessiert, so schaute ich mich auf dem Markt um, was für Zeiterfassungssysteme im biometrischen Bereich schon bestehen.» Ein Name, der verpflichtet Der Programmieraufwand für ein solches System lässt sich alleine kaum schaffen. So begann die gemeinsame Planung und Entwicklung. «Das war im Frühling 2008. Mittlerweile haben wir zusammen die Firma Smartlevel GmbH gegründet und sind Geschäftspartner», sagt Freudiger. Und Christian Rieder meint zur Namenswahl: «Mit dem Namen Smartlevel wollen wir unsere Ansprüche auf clevere Lösungen betonen.» Die beiden Jungunternehmer haben mit ihrem Produkt Biotime eine echte Innovation geschaffen. Bei diesem erfolgt die Zeiterfassung per Fingerabdruck (siehe Kasten). Hört man von biometrischer Zeiterfassung, so denkt man sofort an hohe Kosten. Doch das System ist preislich extra auf kleinste bis mittlere Unternehmen ausgerichtet. «Wir haben mehrere hundert Stunden Entwicklungszeit darin investiert. Das sehen wir aber als wichtigen Teil für unsere Erfahrung,» äussert sich Mike Freudiger zum Zeitaufwand und lacht: «Das könnten wir unmöglich auf das Produkt umrechnen.» Ab nach Australien Anfang 2010 verlässt Mike Freudiger die Schweiz in Richtung Australien – als schweizerisch-australischer Doppelbürger kein Problem. Zusammen mit seiner Freundin will er zuerst das Land bereisen, dann wollen sie sich niederlassen und in Down under arbeiten. «Meine Freundin musste den mühsamen Visaprozess über sich ergehen lassen – aber es hat geklappt,» freut sich Freudiger auf das Abenteuer. Abenteuerlich wird es gewiss. Das Ziel des Spiezers ist es, dereinst von den Einkünften der Smartlevel GmbH leben zu können. In Perth will er eine Zweigniederlassung gründen. «Unser Zeiterfassungssystem ist so programmiert, dass beispielsweise mit wenigen Klicks die Sprache geändert werden kann. Weiter bieten wir ja nicht nur dieses eine Produkt, sondern Informatikdienstleistungen aller Art an.» Keine Grenzen Und im Informatikbereich gibt es ja bekanntlich weder Grenzen noch Zeitzonen. So ist auch der Kontakt zu seinem Geschäftspartner Rieder via globale Datenautobahn jederzeit sichergestellt. «Die Kundenzufriedenheit ist unsere Motivation – wir freuen uns jetzt auf die Herausforderung und auf die spannende Zusammenarbeit zwischen Australien und der Schweiz», äussert Mike Freudiger seine Gedanken zur Zukunft. Christoph Stalder •www.smartlevel.ch >

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