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Wenig Jobs, dafür umso mehr Begeisterung für den Fussball in Stoke-On-Trent

Strukturschwache Region. Die vielen Zeitungen, die in der Region rund um Stoke-on-Trent erhältlich sind, waren gestern voll mit Fussball. Samir Nasris Empfang bei Manchester City nach seinem Wechsel von Arsenal war ein grosses Thema. Ebenso Arsenals Qualifikation für die Champions League, und auch der Sieg von Liverpool im Carling Cup gegen das unterklassige Exeter wurde ausführlich besprochen. Zum Europa-League-Playoff-Rückspiel zwischen Stoke City und dem FC Thun fand sich nur in wenigen Zeitungen eine Vorschau. Stoke-on-Trent ist aussen vor, aber nicht nur beim Fussball. Als einzige Sehenswürdigkeit in der 240000-Einwohner-Ortschaft, die 1910 aus der Verschmelzung von sechs Städten entstand, gibt ein Reiseführer für Mittelengland ein Töpfereimuseum an. Für diesen Industriezweig war die Region früher bekannt. Der Rauch aus zahlreichen Brennöfen verpestete die Umwelt. Seit dem Niedergang der Keramikindustrie in Mittelengland ist die Luft besser – weg sind aber auch die Jobs. Die Arbeitslosigkeit sei hoch, erzählen die Einheimischen. Wie an so vielen Orten führt die schwierige wirtschaftliche Situation zu enormer Begeisterung für den Fussball. Die Anhänger von Stoke City werden im ganzen Land für ihre Leidenschaft und ihren Enthusiasmus bewundert. «Loud and proud» – laut und stolz, lautet ihr Motto. Rund 900 von ihnen hatten schon am Hinspiel in Thun für viel Stimmung gesorgt. Gestern waren es 24100, die zwischen 5 und 15 Englische Pfund (7 bis 20 Franken) bezahlt hatten, um ihre Mannschaft im Britannia Stadium gegen Thun zu unterstützen. Dazu kamen rund 50 Fans aus Thun, die sich immer wieder deutlich bemerkbar machten. Nicht unter den Zuschauern war Robbie Williams. Der Take-That-Sänger ist zwar in Stoke-on-Trent geboren und der ganze Stolz der Stadt. Williams’ Zuneigung gilt aber nicht Stoke City, sondern Stadtrivale Port Vale, der aktuell der vierthöchsten Liga Englands angehört.aww>

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