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Weitere Beschwerde abgewiesen

Der Kanton hat die Beschwerde der Stiftung

Archicultura hat eine Niederlage im Kampf gegen das Bauprojekt Janus auf dem Wendelsee-Areal in Oberhofen einstecken müssen. Die Stiftung für Orts- und Landschaftspflege mit Sitz in Luzern hat gegen den Gesamtbauentscheid des Regierungsstatthalteramtes Thun vom 14. April bei der kantonalen Direktion für Bau, Verkehr und Energie (BVE) eine Baubeschwerde eingereicht (wir berichteten). Der Kanton hat sie nun abgewiesen, wie die Gemeinde Oberhofen gestern mitgeteilt hat. «Der Gemeinderat nimmt den Entscheid mit grosser Genugtuung zur Kenntnis», sagte Gemeindepräsident Manfred Ammann (BDP) auf Anfrage. Er macht sich trotz des positiven Bescheids aber keine grossen Hoffnungen auf einen baldigen Abschluss des Rechtsstreits und den damit verbundenen Baubeginn auf dem Areal beim südlichen Dorfeingang, wo in einem flachen Terrassenbau 14 Wohnungen im gehobenen Standard entstehen sollen. «Ich habe keine Illusionen mehr», so Ammann. Trotzdem wäre man im Gemeinderat froh, wenn das Geschäft bald einmal zum Abschluss gebracht werden könnte. Die Stiftung Archicultura hat die Möglichkeit, innert 30 Tagen den Fall ans Verwaltungsgericht zu ziehen. Ob die Verantwortlichen diesen Schritt in Betracht ziehen, war gestern nicht in Erfahrung zu bringen. Keine Fehler gemacht Die kantonale Direktion für Bau, Verkehr und Energie kam bei ihren Abklärungen zum Schluss, dass der Regierungsstatthalter bei seinem Gesamtbauentscheid keinen Fehler gemacht hat. So habe er das rechtliche Gehör nicht verletzt, wie Archicultura in ihrer Beschwerde gerügt hatte. Der Regierungsstatthalter habe sich genügend sowohl mit der Frage des Ortsbildschutzes wie auch mit der Schutzwürdigkeit der Altbauten auseinandergesetzt. Die Rüge, das Bauvorhaben verletze das Orts- und Landschaftsbild hätte zudem im Rahmen des Planerlassverfahrens vorgebracht werden müssen.Im Übrigen sei der Kritikpunkt mit dem durchgeführten Wettbewerb und der Anpassung der Zone mit Planungspflicht Wendelsee eingehend berücksichtigt worden. Nicht zuletzt sei das Haus, welches der Überbauung weichen müsse, in keinem Inventar verzeichnet oder unter Schutz gestellt. Kein Druck der Investoren Solange der Rechtsstreit dauert, sind die Verhandlungen mit der Bauherrengemeinschaft Wendelsee auf Eis gelegt. «Sobald wir eine gültige Baubewilligung haben, geht es weiter», sagt Gemeindepräsident Ammann. Er rechnet aber damit, dass der Kaufvertrag auch im besten Fall erst nächstes Jahr abgeschlossen werden kann. Ammann stellt hingegen klar, dass die Verzögerung keinen Einfluss auf die Kaufabsicht der Investoren hat. «Sie wollen nach wie vor die Parzelle kaufen und darauf bauen.»Roger Probst >

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