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Weg frei für Zentrum

BönigenDas Stimmvolk hat an der Gemeindeversammlung die Weichen für ein neues Dorfzentrum gestellt.

Applaus ist an einer Gemeindeversammlung relativ selten. Etwa wenn bewährte Kräfte aus der Verwaltung in die Pension geschickt oder scheidende Präsidenten mit einem Präsent und einer Lobesrede verabschiedet werden, ist In-die-Hände-Klatschen angesagt. Letzteres taten die 127 Bönigerinnen und Böniger am Freitagabend in der Turnhalle. Dies nachdem Gemeindepräsident Herbert Seiler gesagt hatte, dass mit dem Ja zum ersten Teil der Ortsplanungs-Teilrevision und die Zustimmung zur Abgabe des Dorfplatzareals an die Burger «eine 25 Jahre alte Leidensgeschichte» abgeändert worden ist. 1985 fing alles an Damit spielte Seiler auf den «Leidensweg» rund um die Baupläne für das Dorfplatzareal mit dem Löchlimätteli an, wo 1985 eine Überbauungsordnung geschaffen wurde, aber nie umgesetzt werden konnte. Schiffbruch an der Urne erlitt 2008 die Überbauungsordnung «Dorfzentrum», der ein Projektwettbewerb vorangegangen war. Tiefpunkt in der Sache «neues Dorfzentrum» war sicher die Schliessung des Hotels Bären 2009. Licht am Ende des Tunnels brachte der Kauf des Bären durch die Burgergemeinde im Februar dieses Jahres. Mit dem einstimmigen Ja zum ersten Teil der Ortsplanungsrevision am vergangenen Freitag wurde auch gleich die darin eingebundene Aufhebung der Überbauungsplanung von 1985 Tatsache. Zusammen mit der Abgabe des Dorfareals im Baurecht – aufgeteilt in 2 Parzellen von 490 und 566 Quadratmetern – ist der Weg für die Baupläne der Burger frei. Einzige Einschränkung: Das Löchlimätteli muss als Grünfläche bestehen bleiben. Burgerpräsident Heinz Seiler bezeichnete den Entscheid der Gemeindebürger als «sehr wichtig fürs Dorf» und versprach, «etwas Rechtes zu machen». Im Rahmen der Teilrevision wurden auch mehrere Artikel des Baureglementes geändert. Ein Antrag aus der Versammlung, bei den Vorschriften zu den Dachaufbauten die ursprüngliche Regelung beizubehalten, fand keine Mehrheit. Weiter hat das Stimmvolk ohne Diskussion und einstimmig das Budget 2011 genehmigt. Der Voranschlag sieht einen Verlust von 148 460 Franken vor; den Finanzplan 2010–2015 zur Kenntnis genommen. Dieser geht von Rechnungsdefiziten ab 2012 von jährlich 0,4 bis 0,5 Millionen Franken aus. Finanzvorsteher Ueli Michel wies darauf hin, dass diese budgetierten Defizite durch das Eigenkapital gedeckt seien. Letzteres sinkt unter den getroffen Annahmen von heute drei Millionen Franken auf unter eine Million Franken; Ja – mit 2 Gegenstimmen – zum Kredit von 130 000 Franken für die neue Quaibeleuchtung gesagt; dem revidierten Reglement über die Parkplatzbewirtschaftung bei fünf Nein-Stimmen zugestimmt. Eine der wichtigsten Änderungen ist, dass neu Nachtparkierer (zwischen Mitternacht und 6 Uhr) zahlen müssen, wenn sie innert 30 Tagen mehr als 6 Nächte ihr Fahrzeug auf signalisierten und markierten öffentlichen Parkplätzen abstellen. hau>

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