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Wasserreservoir «Gampeli» neu gebaut

BrienzDas 122 Jahre alte Wasserreservoir Gampeli mit seinen drei Quellzuflüssen wurde am gleichen Standort ob Brienz total neu gebaut. Es ist seit Juli in Betrieb.

«Ich heisse Sie alle herzlich willkommen zur Einweihung des neuen Wasserreservoirs am schönsten Standort im Berner Oberland», sagte Albrecht Thöni, Präsident der Gemeindebetriebe Brienz, zur Begrüssung. Seit Juli in Betrieb Etwa 20 Personen hatten sich am Samstag vor dem Eingang des Wasserreservoirs Gampeli ob Brienz versammelt, um die Einweihung der im Juli in Betrieb genommenen Anlage zu feiern. Das Bauland mit herrlicher Aussicht auf Brienz und den Brienzer See gehört der Berner Familie Germann. Optimale Versorgung Das 1889 am gleichen Standort erbaute ursprüngliche Reservoir genügte den heutigen Qualitätsansprüchen nicht mehr. An der Urnenabstimmung vom 24. September 2006 genehmigte die Bevölkerung von Brienz die Kosten für das neue Reservoir, die sich, inklusive der Zufahrtswege, auf 2011000 Franken belaufen. Davon hat der Kanton 30 Prozent übernommen. Als besonderen Gast begrüsste Albrecht Thöni den für die kantonale Wasserversorgung verantwortlichen Thomas Ammon von der AVA Kanton Bern. Ammon betonte, wie zunehmend wichtig die optimale Trinkwasserversorgung der Bevölkerung sei, angesichts von Einflüssen wie etwa dem Klimawandel. «Eierlegende Wollmilchsau» Planer Lukas Bühler vom Interlakner Ingenieurbüro Huggler +Porta AG sprach über die Baugeschichte des Reservoirs, «einem spannenden und faszinierenden Projekt», an dem insgesamt 37 Firmen mitarbeiteten. «Das Wasserreservoir Gampeli ist eine Multifunktionsanlage, sozusagen eine eierlegende Wollmilchsau», erklärte Bühler. Die Anlage gewähre eine optimale Trinkwasserqualität, stelle das Wasservolumen und den Löschschutz im Brandfall sicher, speichere das kostbare Nass und erzeuge zudem noch ökologischen Strom mittels eines Generators. Von 350 auf 500 Kubikmeter Der Eingang zum Wasserreservoir wurde um 180 Grad verlegt. Neu beträgt die Wasserkapazität in den Reservoirkammern 500 Kubikmeter. Vorher waren es 350 Kubikmeter Die Zuflüsse der drei unterschiedlich starken Quellen Stättenried, Fertix und Baumgarten werden mit Ultraviolettlicht entkeimt, trübes Wasser direkt in den Milibach geleitet. Für 35 Haushalte Das ökologischen Strom produzierende Kraftwerk leistet pro Jahr etwa 150000 Kilowattstunden, was einer Versorgungsmenge für 35 Haushalte entspricht. Hierfür wurden zusätzliche 271000 Franken bewilligt. Am Samstagnachmittag konnte die Bevölkerung von Brienz das Jahrhundertbauwerk besichtigen. Monika Hartig>

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