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«Wangen soll die Strasse bezahlen»

Thomas Christinat ist zurück: Der ehemalige SP-Gemeinderat hat dafür gesorgt, dass ein Strassenkredit vors Volk kommt.

Herr Christinat, es muss für Sie eine Genugtuung sein, Ihren Ex-Gemeinderatskollegen eins auszuwischen? Thomas Christinat: Nein, darum gings mir nicht. Grund dazu hätten Sie aber? Stimmt, vor zwei Jahren wurde ich aus dem Rat gemobbt. Ich sehe das zwar heute noch so, aber es spielte jetzt beim Referendum keine Rolle. Das zu betonen, ist mir wichtig. Warum bekämpfen Sie dann den Gemeinderatsbeschluss? Ich kenne das Geschäft noch aus meiner Amtszeit. Die Verbindungsstrasse (BZ von gestern, Red.) bringt Wiedlisbach nichts. Und ich bin der Meinung, wir sollten nur mitfinanzieren, was uns auch einen Nutzen bringt. Ihr Nachbar Wangen will die Verbindungsstrasse, weil dadurch der Verkehr sicherer wird. Ein vorgeschobener Grund! Seit 1991 gab es im betreffenden Bereich Holzbrücke/Einmündung Schwimmbad nur gerade vier Unfälle – und erst noch ohne Personenschaden. Warum will Wangen die Strasse trotzdem? Weil auf dem Areal eine Überbauung mit Eigentumswohnungen geplant ist. Und die künftigen Bewohner sollen möglichst vor den Verkehrsimmissionen geschützt werden, damit das Wohnen dort attraktiv ist. Das Land gehört einer privaten Erbengemeinschaft. Und die beteiligt sich ja auch an den Kosten der neuen Strasse. Sie hatten in kurzer Zeit die Unterschriften zusammen. Politisiert der Wiedlisbacher Gemeinderat an den Leuten vorbei? Das weiss ich nicht. Sicher ist aber, dass der Rat nicht gut informiert hat. Das letzte Wort ist jetzt dank Ihnen noch nicht gesprochen. Wie geht die Abstimmung über den 80000-Franken-Kredit aus? Ich sage einfach: Wenn Wangen die Strasse will, soll es sie haben und auch bezahlen. Nach Ihrem Referendumscoup könnten Sie ja wieder in die Politik einsteigen. Oh, nein. Ich engagiere mich lieber als Bürger. Das reicht mir und ist befriedigender. saeThomas Christinat (50) gehörte insgesamt 18 Jahre lang dem Wiedlisbacher Gemeinderat an, war Gemeindevizepräsident und SP-Präsident. 2008 trat er Knall auf Fall von all seinen Ämtern zurück. >

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