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Wacker Thun enttäuscht erstmals

handballWacker Thun hat das Heimspiel gegen St.Otmar St.Gallen vor 820 Zuschauern mit 27:29 verloren.

«Wir wussten, dass so ein Spiel einmal kommen würde», sagte Wacker-Trainer Martin Rubin nach der Partie. Erstmals in dieser Saison hatte sein Team enttäuscht. Insbesondere im Angriffsspiel vermochten die Oberländer nicht zu überzeugen. Vertauschte Rollen 27:27 hatten sich die beiden Teams zum Saisonauftakt in St.Gallen getrennt. Das Unentschieden wurde damals von den Thunern als wichtiger Punkt gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um einen Platz in der Finalrunde gefeiert. Schliesslich waren die Thuner als Aussenseiter in die Ostschweiz gereist. Am Samstag, 92 Tage später, kam es in der Lachenhalle zum «Rückspiel» – die Rollenverteilung war jedoch eine andere. Während die St.Galler nach dem Punktgewinn gegen Thun in den folgenden zehn Spielen fünfmal verloren, schwebte Wacker Thun zuletzt auf einer regelrechten Erfolgswelle, gewann acht der letzten zehn Spiele und war zu Hause als einziges NLA-Team stets siegreich. Die Ostschweizer hingegen vermochten auf fremdem Terrain erst einmal, in Stäfa, zu gewinnen. So kam es, dass am Samstag der nach Verlustpunkten Tabellenzweite Wacker den Tabellensiebten St.Otmar St.Gallen empfing. Diesmal waren die Thuner in der Favoritenrolle, die Ostschweizer Aussenseiter. Doch davon war von Anfang an nichts zu sehen. Zwar konnte Wacker Thun den ersten Angriff zum 1:0 abschliessen, doch in der Folge lagen mehrheitlich die Gäste in Führung. Spitzenteams, und als solches dürfen sich die Thuner zurzeit betiteln, zeichnen sich dadurch aus, dass sie auch schlechte Spiele gewinnen. Und so überraschte es nicht, dass die Berner Oberländer zur Pause plötzlich in Front lagen. Dank Lukas von Deschwanden, der innert vier Minuten drei Treffer erzielte, wandelten die Thuner einen 9:11-Rückstand bis zum Halbzeitpfiff in einen 14:13-Vorsprung um. Und als kurz nach der Pause Marc Winkler, der im Tor den Vorzug gegenüber Andreas Merz erhielt, Reto Friedli lancierte, der zum 15:13 abschloss, sah die Welt in der Lachenhalle für die Thuner wieder rosig aus. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. St.Otmar St.Gallen kämpfte sich zurück und zog in der Schlussphase entscheidend davon. Von 22:22 (50.) auf 28:23 (57.). Ein letztes Aufbäumen der Thuner kam zu spät. Nun zweimal Aussenseiter Die St.Galler fühlen sich wohl im Kanton Bern. Nach dem 32:29-Erfolg im innerschweizerischen Sechzehntelfinal des Challenge-Cups beim BSV Bern Muri vermochten die Ostschweizer auch die NLA-Partie in Thun zu gewinnen. «Mit dem Erfolg gegen Bern haben wir Selbstvertrauen getankt», sagt Otmar-Trainer Dan Hansen. «Die zweieinhalb Wochen Europacup-Pause haben uns nicht gutgetan», tönt es auf der anderen Seite von Rubin. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich den Thunern bereits am Mittwoch, im Cup-Sechzehntelfinal gegen Kadetten Schaffhausen (19.30, Lachenhalle). Rubin freut sich. «Sowohl gegen Schaffhausen wie auch am Freitagabend in Kriens treten wir wieder einmal als Aussenseiter an und haben deshalb nichts zu verlieren.» Raphael HadornTelegramm/Rangliste Seite 28 >

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