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Wacker: Die Lage bessert sich zusehends

handballDie Mitglieder von Wacker Thun haben

Das dauerte ganz schön: Die Hauptversammlung von Wacker Thun war heuer keine Hetzjagd durch die Traktanden; allein der Posten Budget nahm über eine Stunde in Anspruch. Der Oberländer Handballclub ist gegenwärtig eben keine Wohlfühloase, die Stimmung denn auch lange etwas gereizt gewesen. Präsident Heinz Widmer tat einem mitunter leid: Er sah sich mit einer Menge kritischer Fragen konfrontiert, und weil der Posten des Finanzchefs vakant ist, war es auch der 64-Jährige, der Rechnung und Budget verteidigte. 150 Minuten lang debattiert Nach 150 Minuten des Debattierens konstatierte Widmer: «Ich bin zufrieden. Dass das Budget zu reden geben wird, war mir klar.» Die 111 Anwesenden hatten alles gutgeheissen und ihren Präsidenten durch Beifall einstimmig wiedergewählt. Der Vorstand des derzeit besten Berner Handballvereins ist damit frei ärgster Sorgen und wird in derselben Zusammensetzung versuchen, Altlasten zu beheben. Erste Schritte dazu wurden getan, die Schulden beinahe halbiert. Widmer sagt: «Bis im November will ich Wacker saniert haben.» Der Cupsieger von 2006 wächst unaufhörlich, gewinnt stetig an Mitgliedern, und der Aufwand nimmt zu, während der Ertrag sinkt. Um den Schaden möglichst gering zu halten, werden unpopuläre Entscheide getroffen: Wer Lohn bezieht, wird künftig wohl auf ein Monatseinkommen verzichten müssen, was einer Reduktion von 8,5 Prozent gleichkommt. Zudem soll jeder am Sponsorenwettkampf Teilnehmende seine Einnahmen verdoppeln, notfalls also in die Brieftasche greifen. Erste Vorschläge, zumindest diese Massnahme zu umgehen, wurden diskutiert. Stabilität geht über Erfolg Trotz kritischer Voten: Die Angehörigen Wackers sind eins. Stellvertretend sagte Sportchef Thomas Fahrni: «Ich habe genug davon, nicht zu wissen, wies weitergeht, und manchmal nicht schlafen zu können. Wir sollten endlich schuldenfrei werden.» Das stehe über allem, sportliche Ambitionen müssten anstehen. Geschäftsführer Fred Bächer pflichtete bei: «Opfer bringen müssen wir alle.» Der Vize verzichtet seit längerem aufs Abrechnen von Spesen. Adrian Horn>

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