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Von Känel strahlt: «Das freut mich!»

Der einmalige Kristallfund von Paul von Känel (Reichenbach) und Franz von Arx (Gurtnellen) kommt ins Naturhistorische Museum in Bern. Die Berner Burger sagten gestern Ja zum Verpflichtungskredit von

«Das freut mich natürlich, und ich möchte den Burgern gratulieren», sagte gestern Abend Paul von Känel, nachdem er von dieser Zeitung über das Abstimmungsresultat der Berner Burger informiert wurde. Letztere hatten am Mittwoch in einer Urnenabstimmung mit einem Ja-Stimmen-Anteil von 89 Prozent entschieden, die total 2,5 Tonnen schweren Kristalle zu kaufen und diese im burgereigenen Museum, dem Naturhistorischen in Bern, im Frühjahr 2011 öffentlich zugänglich zu machen. An der Pracht erfreuen Dies ist ganz im Sinne von Paul von Känel, wenn er sagt: «Es geht mir nämlich gar nicht in erster Linie ums Geld, sondern darum, dass die Kristalle zusammenbleiben und sich viele Menschen an dieser Pracht erfreuen können.» Eine Million bleibt Ein wenig Freude dürften von Känel und von Arx dennoch haben, bildet doch der Verkaufspreis – der entsprechende Vertrag war im Oktober abgeschlossen worden –mit 4,5 Millionen Franken den Löwenanteil des Verpflichtungskredits von 6 Millionen Franken. Nach Abzug der Steuern und den getätigten Investitionen rechnet Paul von Känel mit Nettoeinnahmen von 1 Million Franken. Die Burger müssen noch rund 1 Million Franken für bauliche Anpassungen im Museum aufwerfen, und für die geplante Ausstellungseröffnung im Frühjahr 2011 werden für Werbemassnahmen rund 370000 Franken beiseitegelegt werden. Bezüglich des Ankaufspreises relativiert zudem die Burgergemeinde, die in der Botschaft zur Urnenabstimmung unter anderem festhält: «Beim Preis der Kristalle sind auch die Lohnkosten der beiden Strahler seit 1993 und die bedeutenden Investitionen in der Höhe mehrerer 100000 Franken zu berücksichtigen.» Dieses Geld wurde für technische Hilfsmittel wie Kompressoren, Bohrgeräten, Notstromaggregat, Belüftung sowie Helikoptertransporte ausgegeben. «Ohne diese Investitionen hätte die Fundstelle am Planggenstock auf der Göscheneralp im Kanton Uri nicht erschlossen werden können», hält die Burgergemeinde fest. Dort hatten von Arx und von Känel vor 15 Jahren mit dem Abbau eines grossen Kluftsystems begonnen. 2006 machten sie den Fund ihres Lebens. Dessen Kernstück ist ein über einen Meter langer Quarzkristall. Insgesamt umfasst der Fund rund 50 Quarzgruppen und Einzelkristalle. Dazu kommen 25 rosa Fluoritkristalle in verschiedenen Grössen. Hans Urfer >

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