Zum Hauptinhalt springen

Von Handys und Kamelen

ReferatWas verbindet Nationalrat Andreas Aebi mit

Wer ist der Alchenstorfer Andreas Aebi wirklich? Und wie bringt er sein reich befrachtetes Leben als Bauer, Verbandsfunktionär, Auktionator, Reiseorganisator, Politiker und Schwingfestpräsident unter einen Hut? 380 Leute sind nach Langnau in den Hirschen-Saal geströmt, um auf diese Fragen allerhand Interessantes zu hören. Eingeladen hat die Emmental-Versicherung. Antworten gibt es viele in diesem Referat. Etwa die, dass eines seiner grossen Vorbilder Johann Ulrich Aebi, sein Ururgrossvater aus Wynigen, sei. Dieser habe die Zeichen seiner Zeit erkannt und im zu Ende gehenden 19.Jahrhundert seine erste Mähmaschine auf den Markt gebracht. Zur Präsentation seien nicht weniger als 4000 Bauern mit Ross und Wagen nach Burgdorf gefahren. So sei die erste 500er-Serie im Handumdrehen verkauft gewesen, «für weitere 500 musste er absagen». Es war die Geburtsstunde der gleichnamigen, bis heute in der Emmestadt tätigen Maschinenfabrik. Andreas Aebi, der Nachfahre, bewegt sich nicht immer gleich am Puls der Zeit. Das gibt er im Rückblick auf seine erste Zeit im Nationalrat offen zu. In der Grünen Brigit Wyss habe er zu Beginn eine Kollegin ebenfalls ohne Handy gefunden. «Als sie etwa in der dritten Session zu mir kam und mir erklärte, sie habe sich eines zugelegt, dachte ich mir: ‹Jetzt musst du auch!›» Apropos Nationalrat: Auch mit Jo Lang von den Alternativen Kanton Zug hatte Andreas Aebi, der SVPler, ein denkwürdiges Zusammentreffen. Lang habe ihm von seinen Erlebnissen im Entlebuch erzählt und vom Unbehagen, mit dem man in diesem katholischen Landstrich früher den reformierten Bauern aus dem nahen Emmental begegnet sei – das Eis zwischen dem linken Innerschweizer und dem rechten Emmentaler war gebrochen. Ähnlich überraschend ging in Ägypten die Begegnung mit Muslimen aus. «Plötzlich kam ein Bauer und bot mir zwei Kamele an.» Doch was hätte er mit diesen Tieren anstellen sollen? «In meinen Auktionen versteigere ich ja nach wie vor Kühe.» skk>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch