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Von einigen geliebt, von andern gefürchtet

bellechasseIm Bericht zu den Anstalten Bellechasse gaben Angestellte zu Protokoll: Der ehemalige Direktor Philippe Tharin habe die Insassen respektvoller behandelt als sie.

11 Prozent der Angestellten in Bellechasse finden, ihr Verhältnis zum einstigen Direktor Philippe Tharin sei schlecht. 39 Prozent betrachten es als gut und 24 Prozent gar als sehr gut. 26 Prozent hätten sich eine Verbesserung der Situation gewünscht. Diese Zahlen stehen im Bericht eines externen Büros zur Arbeitssituation in den Strafanstalten. Ausgelöst worden war das Audit durch einen Vorstoss von SVP-Grossrat Werner Zürcher aus Merlach. Er hatte von einem «arroganten» Direktor geschrieben, der die Angestellten «nicht korrekt» behandle. Auch wenn Tharin – der 58-Jährige ist seit Anfang Jahr in Frühpension – von der Mehrheit positiv beurteilt wurde, ist das Resultat nicht ganz so rosig: Von jenen, die seit mehr als 8 Jahren dort arbeiten, betrachten 16,7 Prozent ihr Verhältnis zum Direktor als schlecht und 35 Prozent als verbesserungswürdig. 35 Prozent bezeichnen das Verhältnis als gut und nur 13,3 Prozent als sehr gut. Die grosse Mehrheit der Angestellten hat Tharin als «militärisch-paternalistisch» erlebt. Er sei direkt, offen und engagiert und unterstütze auch bei privaten Problemen. Hingegen könne er ausfällig werden und mit Worten verletzen. Einige finden gar, er habe gegenüber den Insassen mehr Respekt gezeigt als gegenüber den Angestellten. Die Berichtverfasser orten zudem Personalmangel. Sie schlagen vor, die Bereiche Sicherheit und Betreuung wieder zusammenzulegen. Zudem empfehlen sie, einen Leiter für den landwirtschaftlichen Sektor zu benennen. Bisher nahm der Direktor diese Funktion wahr. nj/FN >

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