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Von der Leidenschaft für Opernarien

SigriswilTemperamentvoll wurde zum Abschluss der Internationalen Opernwerkstatt in der Kirche Sigriswil eine bunte Collage gestaltet.

«Dass es so etwas in Sigriswil gibt – einfach sagenhaft. Wundervoll, diese jungen, kräftigen Stimmen», schwärmte ein Thuner, der in Kanada lebt und in Sigriswil zu Besuch weilt. 18 Teilnehmende aus 15 Nationen – davon 3 aus der Schweiz – wurden in der Internationalen Opernwerkstatt durch die Musik zu einem Ensemble zusammengeschweisst. Nach 14 Tagen intensiver Schulung präsentierten sie in der Kirche Sigriswil am zweiten von drei Abschlusskonzerten ihr Können vor Publikum. Diverse Werkausschnittte «Als Grundstock dienen gut vorbereitete Arien. Während der Werkstatt haben wir sämtliche Szenen neu einstudiert», verriet der musikalische Leiter Andreas Schüller. Gewählt hatten die ausgebildeten Sänger Ausschnitte aus Werken von Leoncavallo, Puccini, Mozart, Menotti, Verdi, Tschaikowsky, Berg und Wagner. Die in Reihenfolge und inhaltlichen Zusammenhängen passende und in angenehmer Zeitdauer zusammengestellte Collage des Abends war eine Herausforderung für Regisseur Matthias Behrends. Es gelang ihm jedoch, alles unter einen Hut zu bringen – mit spontanem Ablauf und pausenlosen Übergängen. Abwechslungsreich, temperamentvoll und leidenschaftlich wirkten die Darbietungen in unterschiedlich inszenierten Geschichten, modern umgesetzten szenischen Vorgängen verwoben mit einem Mix von Klängen und Sprachen. Im ersten Teil ging es um Liebe, Intrigen und Verrat – mal komödiantisch, mal dramatisch. Im zweiten Block folgte Kriminaltheater mit Situationen in Form von Krieg, verlorenen Schlachten oder bedrohlichen Verbrechern. Aufhorchen liessen Heinrich Schütz’ «Maria Verkündigung» – für den Schweizer Altus Timo Klieber ausgewählt – und Verdis Gebet der um Hilfe bittenden Desdemona aus «Othello». Kraftvoll wirkte der Auftakt und nachdenklich die Szene, in der sich Madame Butterfly selbst enthauptete.Heidy Mumenthaler>

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