Zum Hauptinhalt springen

Vom Leben auf dem Bergbauernhof

OeyIn ihrem dritten Buch, «Für nes Füfi Brot», erzählt

Im Erzählband «Für nes Füfi Brot» berichtet Erika Wiedmer-Mani aus Zwischenflüh im Diemtigtaler Dialekt in 17 Kurzgeschichten, Gedichten und etlichen Bildern vom Leben als Bergbauernkind. Es sind Erinnerungen aus dem Alltag mit ihren neun Geschwistern, aber nicht unbedingt Alltägliches, mit welchen sie den Lesenden in vergangene Zeiten in ihrem Elternhaus und zur Sommerzeit auf die Alp mitnimmt. Die familiäre Stimmung bei der Vernissage wurde verstärkt, als klar wurde, dass in den Geschichten auch Anwesende vorkamen. Es wurde mit einem verschmitzten Schmunzeln der Betroffenen quittiert. Auf Alp Meniggrund Schon als achtjähriges Mädchen sei sie allein den dreistündigen Weg auf die Alp gegangen. «Füra hani es Ruckseckli am Rügge trage mit dr Poscht u öpe ere Wurscht oder ere Büchse mit Chueche. A Menige (Alp Meniggrund) het natürlech niemer gwüsst, dass i chume. D Mueter het am Abe o nid chenne frage, ob i sygi acho. Me hets eifach agnoh», so erzählt Erika Wiedmer-Mani in der Geschichte «Sibe Brünne». Die Autorin erinnert sich, welch unbeschreibliche Freiheit sie gehabt haben. Dies oder jenes sei zwar verboten gewesen, und man habe sich mehr oder weniger daran gehalten. «Aber welche Fantasie haben wir entwickelt! Ich kann mich nicht erinnern, dass ich mich einmal gelangweilt habe», hielt sie fest. Die langen Winter Nach «Bärgsuppe» 1997 über ihre Jugendjahre und «Ankeruumi» vor zehn Jahren hat Erika Wiedmer-Mani nun ihr drittes Buch verfasst. «Manchmal sind wir zusammengesessen und haben uns gegenseitig gefragt: Weisch no? Da kam mir der Gedanke, diese Erinnerungen für unsere Nachkommen festzuhalten. Zudem sind die Winter in Zwischenflüh, wo ich geboren bin und auch heute noch wohne, lang. Da kam mir das Schreiben als Zeitvertreib gerade gelegen», erzählte sie. Sie verbringt nach wie vor mit ihrer Familie, den Kindern und Grosskindern den Sommer auf der Alp. Sie habe auch ein neues Projekt im Ärmel, aber im Moment seien ihr Kontakte und Zeitvertreib mit den Grosskindern wichtiger. «Für nes Füfi Brot» In dieser Geschichte erzählt die Schreibende von der Zeit, als die Kinder auf dem Schulweg bei der Tante an der Ladentür geklingelt haben und «für nes Füfi Brot» verlangt haben. Die Tante habe jedem ein tolles Stück vom Brotlaib abgeschnitten. Die Kinder hätten ihr ein Fünfrappenstück entgegengestreckt und sich mit dem Brotstück auf den Heimweg gemacht, erinnert sie sich. Mit Gedichten wie «Menige» oder «Zwüscheflüeh» hat Erika Wiedmer-Mani die heimeligen Geschichten ergänzt. Und weil, wie Verlagsassistentin Alexandra Schneider bei der Vernissage erklärte, der Weber-Verlag Mundartprojekte fördert, hat die Autorin schnell einen Verleger für ihr jüngstes Buch gefunden. Verena Holzer «Für nes Füfi Brot» ist im Weber-Verlag, Thun, erschienen und in allen Buchhandlungen sowie im Bücherperron Spiez, Tel. 033 828 81 62, und bei der Autorin erhältlich. ISB 978-3-909532-92-6 www.weberverlag.ch >

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch