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Vierzig von sechzig Zielen erreicht

Der Könizer Gemeinderat zieht eine positive Legislaturbilanz. Gemeindeweit entstanden in den letzten vier Jahren 2000 zusätzliche Arbeitsplätze.

Gestern präsentierte sich der Könizer Gemeinderat zum letzten Mal in der alten Formation. Für Marianne Streiff (EVP) und Judith Ackermann (FDP) war es eine Schlussbilanz, die sie den Medien präsentierten, für Luc Mentha (SP), Katrin Sedlmayer (SP), Ueli Studer (SVP), Urs Wilk (FDP) und Rita Haudenschild (Grüne) ein Rückblick auf die Legislatur 2006 bis 2009. «Von 60 Zielen haben wir 40 erreicht», sagte Mentha. Im Bereich Wohnen hat Köniz die vor vier Jahren angekündigten Ziele übertroffen. So wollte der Gemeinderat 800 neue Einwohner gewinnen, nun sind es 1000 geworden: Köniz hat aktuell knapp 39000 Einwohner. Zu verdanken ist dies vor allem dem Wohnungsbau. 881 Wohnungen sind von Januar 2006 bis heute entstanden. Das sind 220 neue Wohnungen jährlich, zuvor wurden im Jahr gemäss Katrin Sedlmayer im Schnitt nur 150 neue Wohnungen fertiggestellt. Ihr Fazit: «Wir haben mehr und besseren Wohnraum geschaffen als sonst und als die anderen Regionsgemeinden.» Bei einem zentralen Wohnprojekt geht es gerade jetzt vorwärts: Am Montag hat die Zentrumsüberbauung «Am Hof» grünes Licht erhalten. Der letzte Einsprecher hat sich zurückgezogen. Auch bei der blockierten Siedlung Hertenbrünnen in Schliern zeichne sich seit Anfang Woche «eine Entspannung ab», sagte Luc Mentha, der noch keine Details nennen will. Nicht vorwärts treiben konnte der Gemeinderat unter anderem eine Öko-Siedlung im Gebiet Buchsee. Der Grund: Im Boden, der der Burgergemeinde Bern gehört, stiessen Archäologen auf bedeutende Überreste eines römischen Gutshofes. Abstriche musste der Gemeinderat auch beim Ziel machen, die Ortszentren aufzuwerten. Namentlich in Schliern und in Niederwangen. Dafür gelang es, in Oberwangen und Gasel Postagenturen zu schaffen. 1600 Firmen In der Gemeinde gibt es 18000 Arbeitsplätze. Das sind gemäss Judith Ackermann 2000 mehr als vor vier Jahren. Neben der öffentlichen Hand sind insgesamt 1600 kleinere und mittelgrosse Arbeitgeber in Köniz angesiedelt. Ein positives Signal war die Ansiedlung der Swisscom im Businesspark Köniz an der Waldeggstrasse im Liebefeld. Bei der Eröffnung im November 2006 handelte es sich noch um den Hauptsitz von Swisscom Mobile. Der Zweig wurde aber inzwischen in den Konzern integriert, der Hauptsitz befindet sich nun in Worblaufen. Seit kurzem kümmert sich eine professionelle Standortvermarkterin um den Zuzug von Investoren. Allerdings hat die Gemeinde Probleme, grösseren Firmen attraktive Parzellen anbieten zu können. So in der Juch-Hallmatt in Niederwangen. Dort lässt Grundbesitzerin Migros ihre Landreserve an der Autobahn brach liegen (wir berichteten). 60 Kita-Plätze mehr In Köniz gibt es mehr Stellen und mehr Wohnungen, also steigt der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kinder. Die Steigerung um 60 Kita-Plätze seit 2006 sei «markant», sagte Ueli Studer. Heute gibt es auf dem Gemeindegebiet von Köniz 270 Kita-Plätze, für 140 gilt der Sozialtarif. Die Betreuungsstunden in Tagesfamilien wurden um 30 Prozent auf 180000 gesteigert. Beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs ist das Projekt Tram Region Bern die grösste Errungenschaft. Baubeginn soll 2014 sein. Allerdings ist fraglich, ob auch die Verlängerung in Wabern zu Stande kommt. Der Bund hat die Finanzierung zurückgestellt. Markant anders als noch 2006 sieht die Finanzlage aus. Damals hatte die Gemeinde einen Finanzfehlbetrag, heute hat sie ein Eigenkapital von 17 Millionen Franken, und die Steuern sinken im Januar. Die Ziele für die Jahre 2010 bis 2013 will der Gemeinderat im Frühling vorstellen. Katharina Merkle >

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