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Videokameras zur Prävention

Die Gemeinde Düdingen will heikle Orte mit Videokameras überwachen. Über das Reglement wird im Herbst abgestimmt.

Dunkle Ecken gibt es an vielen Orten. Damit dort kein Unfug getrieben wird, hat Düdingen ein Reglement für die Videoüberwachung ausgearbeitet. Dieses soll im November der Gemeindeversammlung unterbreitet werden. «Wir haben keine Dauerüberwachung im Sinn», sagt Gemeindepräsidentin Hildegard Hodel. Das Reglement sei eine präventive Massnahme, damit man bei Bedarf handeln könne. «Bisher wurde nicht unendlich viel kaputtgemacht.» Sollten sich jedoch Vandalenakte häufen, könnte die Gemeinde ohne Reglement nicht handeln. Standort noch unbestimmt «Wir dachten lange, es gehe ohne», sagte die Gemeindepräsidentin. Den Anstoss für das Reglement zur Videoüberwachung gaben Eltern von Primarschulkindern. Schulpräsidentin Ursula Krattinger: «Seit mehreren Jahren werden immer wieder Velos gestohlen und beschädigt.» Auch die Velos ihrer Kinder hätten Schaden genommen. Darum hätten einige Eltern vorgeschlagen, dort Überwachungskameras zu installieren. Ob es einen aktuellen Fall gibt, der die Eltern dazu veranlasst hat, dazu wollte weder Krattinger noch die Gemeindepräsidentin Stellung nehmen. Der zuständige Gemeinderat Mario Sturny bestätigt: «Wir hatten schon Vandalenakte beim Bahnhofareal.» Auch er wollte nicht auf die Details eingehen. Wo die künftigen Standorte der Kameras sein werden, ist laut Sturny noch nicht entschieden. In Frage kommt neben der Primarschule auch der Bahnhof. Auch in anderen Gemeinden sind Schulen, Bahnhöfe und Spielplätze die Brennpunkte, an denen die meisten Vandalenakte verübt werden. Als erste Gemeinde im Sensebezirk hat Schmitten ein Reglement für die Videoüberwachung gutgeheissen. Ihr sind bisher drei weitere gefolgt. «Ich kann mir vorstellen, dass es nach dem Sommer weitere Gemeinden geben wird, die ein Reglement in Angriff nehmen», sagt Oberamtmann Nicolas Bürgisser. Im Sommer, wenn die Leute ihre Abende im Freien verbringen, gäbe es erfahrungsgemäss mehr Probleme. Er betonte, dass die Reglemente den Datenschutz gewährleisteten. «In der Regel werden die Aufnahmen nach 72 oder 96 Stunden gelöscht.» Vier Gemeinden Im Bezirk verfügen Plaffeien, Tafers, Schmitten und Heitenried über ein Reglement für die Videoüberwachung. Kameras installiert hat bisher einzig Tafers. Dort werden der Busbahnhof und der Spielplatz überwacht. Den Ausschlag für die Installation der Kameras waren wiederholte Vandalenakte. Wie in den anderen Gemeinden wird auch das Reglement in Düdingen auf einer Vorlage basieren, die die Sensler Gemeinden im Jahr 2009 gemeinsam mit dem Oberamt ausgearbeitet haben. Dieses stützt sich auf das Gesetz über den Datenschutz und auf das Reglement für die Sicherheit von Personendaten. hpa/hus >

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