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Verständnis für das Oberland

LauterbrunnenDas Verständnis für die Besonderheiten

Zum Gedankenaustausch eingeladen hatte die Volkswirtschaft Berner Oberland. «Ziel war es, die regionalen Gegebenheiten zu beleuchten, die speziellen Strukturen der Region aufzuzeigen und den Dialog zu pflegen», heisst es in einer Mitteilung der Organisatoren. Gekommen war unter anderem Ständerat Werner Luginbühl, der die Frage stellte: «Ist ein Mitarbeiter der Kantonsverwaltung, der eine Ausnahme für mich macht, ein guter Mitarbeiter?» Laut Luginbühl erwarten die Bürger, dass Volks- und Parlamentsentscheide umgesetzt werden. Eine Ausnahme bei der Durchsetzung der Gesetze wäre also gefährlich und fatal, die Gleichbehandlung aller müsse gewährleistet sein. Dennoch ist Luginbühl der Auffassung, dass die demografischen und topografischen Strukturen nicht zulassen, dass im Oberland die gleichen Voraussetzungen wie beispielsweise in der Stadt Bern gelten. Bei Projekten von gewissen Grössen wäre eine Koordinationsstelle vonseiten der Verwaltungen von Vorteil, damit der spezifischen Situation der Gesuchsteller Rechnung getragen werden kann, so sein Vorschlag. Beispiel Bergbahn AdelbodenMelchior Buchs, Geschäftsführer der Region Thun-Innert-Port, schilderte an Beispielen das Zusammenspiel zwischen Gesuchstellern bei Projekten und den Verwaltungen. Die topografischen Rahmenbedingungen des Berner Oberlandes bewirken, dass gewisse Anforderungen aus dem Raumplanungsgesetz im ländlichen Raum nicht anwendbar sind. Der kantonale Richtplan sei überwiegend auf Agglomerationsräume und die ländlichen Gebiete im flachen Mittelland ausgerichtet, so Buchs. Die Voraussetzungen im Berner Oberland erforderten jedoch andere Planungsvorgaben. Markus Hostettler von den Bergbahnen Adelboden schilderte, welche Planungsarbeiten, Gespräche, Termine und auch Rückschläge im Zusammenhang mit Bau- und Anpassungsprojekten der Bahnen und Pisten aufkommen können. Bei komplexen Projekten sei es für den Gesuchsteller schwer zu erkennen, welches Amt zuständig sei, da oft mehrere Stellen involviert seien, berichtete Hostettler und unterstrich den Wunsch nach einer Koordinationsstelle, die eine kompetente Begleitung durch Bewilligungsverfahren wahrnehmen soll. Die Bedeutung des Tourismus Roland Huber, Direktor von Adelboden Tourismus und Vertreter der Destinationen Berner Oberland, ging auf die Bedeutung des Tourismus ein. Der Tourismus stellt aus seiner Sicht folgende Forderungen an eine gemeinsame Wirtschaftszukunft: das Verständnis dafür, dass Tourismus auch Wirtschaft ist, verstärkte Standortförderung statt Standortverhinderung und mehr Dialogbereitschaft. «Damit die Entwicklungsmöglichkeiten genützt werden können, ist ein Berner-Oberland-Denken Voraussetzung. Talschaftsdenken ist zu überwinden, damit gemeinsam Visionen entwickelt und diese verfolgt werden können», fasste Susanne Huber, Geschäftsführerin Volkswirtschaft Berner Oberland, eine der Kernaussagen des Treffens zusammen. pd/jez>

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