Zum Hauptinhalt springen

«Versöhnungssex ist immer gut»

Wie streiten Sie? Wie versöhnen Sie sich? Wer sagt denn, Männer würden nur ungern über die Beziehung reden: Ob Musiker, Schriftsteller oder Sportler – sie tuns. Hier.

Daniel Kandlbauer (27), Grindelwald, Musiker, Musicaldarsteller in «Ewigi Liebi» (ab November in Bern): «Ehrlichkeit und Geduld sind das Wichtigste! Und ein bisschen ist es in der Partnerschaft wie mit Kindern: Der andere hält einem einen Spiegel vor. Privat bin ich zurzeit glücklicher Single, im Musical dagegen ‹e chly e Pfyffe›– dieser Daneli vom Trueb hat keinen Mumm! Er rennt vor dem Problem weg und findet erst 30 Jahre später zurück zu seiner grossen Liebe, weil er alles schluckt statt zu reden. Reibereien gehören zu einer Beziehung. Meine Mutter ist Italienerin, mein Vater Österreicher, wir sind ziemlich temperamentvoll. Ich kann aber auch sehr lieb sein und bin sensibel Versöhnungssex ist immer gut!» Andreas Vollenweider (57), Pazifist, Komponist, Musiker: «In meinen 37 Jahren Ehe, den 23 Jahren als Vater dreier Kinder und in über 30 Jahren beruflicher Zusammenarbeit mit einem grossen, weitgehend unveränderten Team (Jubiläumskonzert: 21.8. in Lachen), hat sich etwas sehr bewährt: Mögen die Meinungen noch so weit auseinanderliegen, ist es doch oberstes Gebot für mich, den grösstmöglichen Konsens anzustreben und sich in die anderen hineinzuversetzen. Das ist nicht immer einfach, das muss man ein bisschen üben, aber diese Haltung hat eine fantastisch präventive Wirkung! Sie schafft eine Grundatmosphäre des Friedens, was einfach glücklicher macht jedenfalls mich.» Erich von Däniken (75), Beatenberg, weltweit bekannter Schriftsteller: «Wir sind in diesem Juli 50 Jahre verheiratet. In unserem Alter streitet man nicht mehr. Versöhnung ist ein Dauerzustand.» Jimy Hofer (55), Musiker, Broncos-Mitglied, Berner Stadtrat: «Vielleicht tönts blöd, Denise und ich sind jetzt seit 10 Jahren zusammen, und wir hatten noch nie Streit. Entweder gibt sie ‹gäng noche› oder – nein ehrlich, eine Beziehung funktioniert nur bei gegenseitigem Respekt. Versöhnen? Wenn ich zu frech war, nehme ich sie in den Arm und gebe ihr ein ‹Müntschi›. Dann sind die Frauen doch gleich wieder zufrieden.» Gian Simmen (33), Krattigen, Olympiasieger Snowboard: «Ich glühe innerlich, ich muss mir zureden ‹Bliib sachlich, bliib korrekt›, und häufig sage ich erst einmal ‹I säge jetz nüt›. Als Ventil brauche ich das Joggen und Velofahren. Aber was man verbockt hat, muss man ausbaden, ich koche ein feines Znacht oder schenke Blumen. Und erwarte auch von meiner Frau, dass sie sich entschuldigt, wenn sie mir an den Karren gefahren ist. Oft macht sie es ohnehin besser, sie ist Pflegefachfrau, die haben häufig Übungen zur Krisenverarbeitung. Pfannen hinterherwerfen müssen wir jedenfalls nicht!»Umfrage:Marianne Gertsch-Schoch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch