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Vermeintliche Schwinger betrügen

MünsingenJugendliche sammeln Geld für ein Schwingfest, das nie stattfinden wird. Mehrere Personen sind darauf schon reingefallen.

Ein kräftiger junger Mann stand vergangenen Dienstag im Betrieb von Jürg Stoller in Münsingen. «Er sagte, er sammle Geld für ein Schwingfest», berichtet der Gewerbler aus Münsingen, «und legte eine Gönnerliste vor». Dieser konnte Stoller entnehmen, dass der Schwingklub Münsingen am 8.April das «52.Knabenschwingfest auf dem Schwand» durchführt. Stoller trug sich als Gönner ein, spendete dem Mann mit Schwingerpostur 100 Franken für den Gabentempel – und ging einem Betrüger auf den Leim, wie er bald feststellte. Polizei warnt vor Sammlern Die Sache kam ihm plötzlich etwas seltsam vor. «Wir unterstützen öfter junge Sportler oder sponsern ein Schülerturnier», sagt der Unternehmer. «Hier aber fehlte das Logo, das machte mich skeptisch.» Er erkundigte sich beim Schwingklub Münsingen und erfuhr, dass keineswegs ein Knabenschwingfest geplant ist –schon gar nicht zum 52.Mal. Gestern warnte nun auch die Berner Kantonspolizei vor «mindestens zwei Jugendlichen», die in Münsingen, Kiesen, Rubigen und Grosshöchstetten Geld sammeln. Sechs Personen oder Betriebe hätten bisher zwischen 20 und 100 Franken gespendet. Mehrere Geschädigte hätten Strafantrag wegen Betrugs gestellt. Die Polizei sucht Zeugen (Telefon 031 6344111). «Leider auch reingefallen» In Internetkommentaren meldeten sich schon weitere Geschäftsleute zu Wort. Demnach statteten die Betrüger auch einem Haushaltsgeschäft in Grosshöchstetten und einem Blumenladen in Rubigen einen Besuch ab. «Bin leider auch reingefallen», schreibt die Inhaberin des Bluemestübli.rei>

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