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Verführen, um zu vernichten

Mit «Gefährliche Liebschaften» ist heute Abend ein beliebtes, bitterböses Stück bei der KGT in Steffisburg zu sehen.

Autor Christopher Hampton hat sich mit Choderlos de Laclos’ Briefroman «Les liaisons dangereuses» auf eine Vorlage gestützt, die alle Essenzen eines spannenden Theaterabends in sich trägt. Der anonym erschienene Roman löste 1782 heftige moralische Entrüstung aus; und auch heute noch soll das Stück, mit dem die Theatergastspiele Kempf heute Abend bei der Kunstgesellschaft Thun (KGT) in der Aula Schönau in Steffisburg gastieren, für Gesprächsstoff sorgen. Liebesspiele für die Macht Das Schauspiel ist eine bitterböse Versuchsanordnung, wie mit Liebesgefühlen gespielt werden kann: Der Marquise de Merteuil, Angehörige der höchsten Pariser Gesellschaftsschicht, ist jedes Mittel recht, um auch Unschuldige in der verletzlichsten Zone des Menschlichen zu vernichten. Sie, die den Schein der Tugendhaftigkeit vollendet zu wahren weiss, knüpft Beziehungen, um sie und damit die Beteiligten zerstören zu können. Handlanger dieses teuflischen Spiels ist ihr früherer Geliebter, der Vicomte de Valmont. Pikant an der Aufführung: Siemen Rühaak, der 2007 als Hauptfigur in der «Schachnovelle» brilliert hatte, führt in «Gefährliche Liebschaften» Regie und spielt die Rolle des Vicomte de Valmont gleich selbst. pd «Gefährliche Liebschaften»: KGT-Gastspiel heute Abend um 20 Uhr in der Aula Schönau in Steffisburg. Abendkasse ab 19 Uhr. •www.kunstgesellschaftthun.ch >

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