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Utiger gibt nach 113 Jahren Hauptstandort auf

altstadtDas alteingesessene Einrichtungsgeschäft Utiger muss wegen der schlechten Wirtschaftslage den Hauptsitz an der Ecke Kreuzgasse/Junkerngasse verlassen. In diesem Haus werden wohl Wohnungen entstehen.

113 Jahre war das Haus an der Ecke Kreuzgasse 3/Junkerngasse 58 in der Altstadt das Hauptgeschäft des Möbel- und Bettenhauses Utiger AG. Nun gibt das Berner Traditionsunternehmen diese Lage auf – aus wirtschaftlichen Gründen. 2011 sei ein sehr schlechtes Jahr gewesen, sagt Geschäftsführer Heinz Utiger. Die Kunden seien beweglich, «sie reisen für den Möbelkauf auch ohne Probleme an die Peripherie». Da habe es ein Möbelgeschäft in der Altstadt schwer, so Utiger. Auch das Geschäftsjahr 2010 sei bereits unter den Erwartungen geblieben. Neu zwei kleine Standorte «Wegen dieser Marktentwicklungen haben wir uns zu einer Neuausrichtung entschlossen», sagt Utiger. Der Standort Kreuzgasse/Junkerngasse sei mit rund 800 Quadratmetern auf sechs Etagen schlicht zu gross für eine erfolgreiche Weiterentwicklung. Utiger konzentriere sich nun auf drei Schwerpunkte: Bettwaren, Vorhänge sowie «U-Tiger, Einrichten für Kinder». Diese Bereiche sind in den Liegenschaften Junkerngasse 48 und Gerechtigkeitsgasse 69 untergebracht, die direkt miteinander verbunden sind. Die Verkaufsfläche beträgt hier total nur noch rund 300 Quadratmeter. In diesem Geschäft will Utiger wie bisher eine komplette Beratung im Bereich Betten und Wohntextilien anbieten. «Auch die Garantie- und Serviceleistungen bleiben für die Kunden wie bisher bestehen», sagt Heinz Utiger. Der Bereich Möbelverkauf wird hingegen nicht mehr aktiv weitergeführt. Von der Umstrukturierung sind auch Angestellte betroffen. Laut Geschäftsführer Heinz Utiger werden voraussichtlich zwischen drei und fünf Stellen abgebaut. Inhaber der AG, die in gleicher Form weiterbesteht, ist Beat Utiger, der Vater von Heinz Utiger. Es gibt wohl Wohnungen Im Hauptgeschäft läuft nun bis Ende Februar der Totalausverkauf. Danach wird die permanente Ausstellung geschlossen. Das Haus ist im Besitz der Familie Utiger. Nach dem Ausverkauf ist geplant, die Liegenschaft, die sich über sechs Etagen hinzieht, an die Berner Gebäudeversicherung (GVB) zu verkaufen. Die GVB würde das Eckhaus «im Rahmen ihrer Anlagestrategie mit einem grossen Liegenschaftsanteil» erwerben, wie es beim Unternehmen heisst. Vorgesehen ist, dass im Erdgeschoss wieder ein Ladenlokal einzieht. In den vier darüber liegenden Stockwerken sind hingegen neu Wohnungen vorgesehen. wrs>

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