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Unendliche Geschichte geht weiter

BielDer Bau eines Uferweges und die Umgestaltung des Bootshafens beim Beau-Rivage im Seebecken von Biel sind bis auf weiteres blockiert. Gegen die zwei Projekte wurden neun Einsprachen eingereicht.

«Ende einer unendlichen Geschichte»: So titelte das «Bieler Tagblatt» im letzten Jahr, nachdem die Baubewilligung für die drei Wohnblocks beim Abschnitt Beau-Rivage im Bielerseebecken erteilt worden war. Für jenes Bauprojekt mit 32 Luxuseigentumswohnungen stimmt dieser Titel weiterhin. Der Rest des Vorhabens ist aber blockiert. Laut dem Bieler Baudirektor Hubert Klopfenstein (FDP) wird zwischen zwei Projekten unterschieden: Einsprachen waren sowohl gegen den Uferweg zwischen den Mehrfamilienhäusern und dem See möglich als auch gegen die Umgestaltung des Bootshafens. Es seien neun Einsprachen eingegangen, erklärt Klopfenstein. Die unendliche Geschichte geht also weiter. Zweierlei Kritik Im Fall des Uferweges kommen die Einsprachen laut dem Baudirektor primär von Anwohnern, die sich durch diesen «gestört fühlen». Da gebe es «komische Allianzen», wundert er sich. Es handle sich dabei aber nicht um künftige Bewohnerinnen und Bewohner der Luxuswohnungen, stellt er klar. «Die wussten ja, worauf sie sich einlassen.» Beim Bootshafen seien die Gestaltung und die Dimensionen strittig, erklärt Klopfenstein. In diesem Zusammenhang betont er, dass keine zusätzlichen Bootsplätze angelegt werden sollten, sondern dass lediglich Ersatz für private Plätze geschaffen würde, die an ihrem jetzigen Platz nicht mehr möglich wären. «Wir wahren also einfach den Status quo.» Der neue Bootshafen soll 20 Anlegeplätze in Privatbesitz sowie 10 öffentliche Plätze haben, die vermietet werden. Die Einsprachen kommen laut Klopfenstein einerseits von Organisationen und andererseits von Privaten, wobei diese gemäss Gesetz «berührt» sein müssten, um für eine Einsprache legitimiert zu sein. Die Urheber der Einsprachen nennt der Baudirektor nicht. Laut Recherchen des «Bieler Tagblatts» befinden sich unter diesen Organisationen die Regionalgruppe Biel-Seeland des Berner Heimatschutzes und der Verein Netzwerk Bielersee sowie die Stiftung Landschaftsschutz Schweiz. Heimatschutz: Noch Fragen Die Einsprache des Heimatschutzes gegen den Bootshafen liegt dem «Bieler Tagblatt» vor. Darin werden «mehr Informationen zur Gestaltung» gefordert. Dies, weil die neue Hafenanlage «eine massive Umgestaltung eines sensiblen Bereiches des Bielerseebeckens» darstelle. Für die Einsprachen wird das Regierungsstatthalteramt zuständig sein. Man stehe nun vor einem «langwierigen Prozess», sagt Baudirektor Klopfenstein. Beat Kuhn >

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