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Umzonungspläne heftig diskutiert

An der ausserordentlichen Gemeindeversammlung in Gsteig wurde viereinhalb Stunden lang rege diskutiert. Zu reden gab

Ortsplanungsrevision, Heizungssanierung der Gemeindeliegenschaften in Gsteig und der Verkauf von Gewerbeland in der Lädi Feutersoey waren traktandiert. Das erste Geschäft, welches über 20 einzeln zu behandelnde Änderungsanträge beinhaltete, bewirkte viele Voten, die sich gegen die Pläne des Gemeinderates aussprachen. So wurde beispielsweise bei den Umzonungsplänen des «Boden» in Gsteig, bei welchem ebenes Landwirtschaftsland in eine Wohnzone mit einem Erstwohnungsanteil umgezont werden sollte, heftig diskutiert. «Es tut mir weh, wenn mitten auf dem schönsten Landwirtschaftsland gebaut wird», erklärte ein Landwirt und fragte, ob der Bedarf an Bauland wirklich so gross sei. Spielraum ist eingeschränkt Gemeindepräsident Martin Marti beteuerte, dass er diese Bedenken schon öfters gehört und dafür Verständnis habe. «Der Kanton gibt uns die Richtlinien vor, und wir haben einen eingeschränkten Spielraum für Umzonungen zur Verfügung.» Zudem hätte der Gemeinderat dasjenige Land eingezont, welches von den Eigentümern auch zur Einzonung frei gegeben wurde; viele Landwirte waren nicht bereit, Land für die Absichten der Behörde zur Verfügung zu stellen. Mehr Familien anziehen Im Weiteren wurden Bedenken zum Zweitwohnungsanteil laut. Der Antrag zur Erhöhung des Einheimischenanteils von 50 auf 70 Prozent auf den Neueinzonungen wurde jedoch abgelehnt. Durch die Neueinzonungen von Wohn- und Gewerbeland sollen nebst der Erhaltung der Gemeindestrukturen auch wieder mehr Familien angezogen werden, welche die Kinder in Gsteig zur Schule schicken; denn auch in Gsteig musste eine Schulklasse geschlossen werden. Nach zweieinhalb Stunden wurde dem Traktandum Ortsplanungsrevision, bestehend aus den Zonenplänen und den Änderungen im Baureglement, zugestimmt. Kredit für Heizung Der Gemeinderat Gsteig beantragte einen Fernwärmeverbund im Dorf Gsteig. Um einen optimal funktionierenden Wärmeverbund sicherzustellen, ist es wichtig, dass möglichst viele Wärmekunden gleichzeitig anschliessen. Aus diesem Grund will die Einwohnergemeinde Gsteig fünf ihrer Liegenschaften, deren Ölheizungen ohnehin in den nächsten Jahren ersetzt werden müssen, anschliessen. Der Souverän bewilligte den dafür beantragten Verpflichtungskredit von 450000 Franken. Dem Verkauf zugestimmt Die Ledi Garage AG in Feutersoey stellte ein Kaufgesuch für Gewerbeland zur Realisierung eines Garagebetriebs. «Dem Gemeinderat ist es wichtig, dass die Ledi Garage AG, welcher die seit knapp 30 Jahren gemieteten Geschäftsräumlichkeiten gekündet wurden, weiterhin ihren Sitz in Feutersoey behalten kann», erläuterte der zuständige Gemeinderat. Damit diesen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann, bewilligte die Versammlung, der Ledi Garage AG eine Gewerbebauparzelle von zirka 1400 Quadratmeter zum Preis von 120 Franken pro Quadratmeter zu verkaufen. «Bären» wurde geschlossen Martin Marti gab bekannt, dass im Restaurant Bären in Gsteig das Pachtverhältnis auf Ende Oktober in gegenseitigem Einvernehmen aufgelöst werde. Seit gestern ist das Restaurant geschlossen. Für die Winterzeit wird eine Übergangslösung gesucht, und im Frühling wird der Bären öffentlich zur Vermietung ausgeschrieben. Des Weiteren informierte der Gemeindepräsident, dass Statik und Sicherheit der Turnhalle Gsteig bei Schneelasten kritisch seien und Massnahmen erfordern würden. Luzia Kunz •www.gsteig.ch >

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