Zum Hauptinhalt springen

Über das Parteiprogramm will die SP nach den Wahlen streiten

Sp Kanton BernIm Wahljahr habe die SP Schweiz Wichtigeres zu tun, als interne Diskussionen zu führen, findet Parteipräsident Christian Levrat. Am Parteitag der SP Kanton Bern in Burgdorf mochte er deshalb nicht auf das Parteiprogramm eingehen.

Gerade im Kanton Bern stiess der Entwurf des SP-Parteiprogramms in vielen Sektionen auf heftige Kritik. Forderungen wie jene nach der «Überwindung des Kapitalismus» gaben zu reden. Christian Levrat, Präsident der SP Schweiz, nutzte seinen Auftritt am Parteitag der SP Kanton Bern in Burgdorf aber nicht, um den Entwurf zu verteidigen. Denn alles im Leben habe seine Zeit. Im Wahlkampf sei nun aber nicht die Zeit, interne Diskussionen weiterzuführen. Jetzt müsse sich die SP vielmehr mit ihrem politischen Gegner auseinandersetzen. «Denn unser bürgerlicher Gegner ist so scharf unterwegs, dass wir keine Zeit verlieren sollten, uns mit uns selbst auseinanderzusetzen», sagte Levrat – und erntete spontanen Applaus. Der Wahlkampf biete Gelegenheit, zu zeigen, wofür die SP stehe. Im Wahljahr will sie sich laut Levrat vorab der Wohnungspolitik annehmen. In den Städten finde eine «soziale Entmischung» statt. Viele könnten sich die Mieten nicht mehr leisten und seien gezwungen, in günstigere Viertel zu ziehen. Das führe zu «sozialer Apartheid». Am Parteitag wurden die Genossinnen und Genossen noch einmal darauf eingeschworen, beim zweiten Wahlgang der Ständeratswahlen Ursula Wyss zu unterstützen. In Burgdorf nominierte die Kantonalpartei zudem ihre Nationalratskandidatinnen und -kandidaten für den Herbst. Ein SP-Mitglied störte sich an den «Quereinsteigern», die ihr Engagement für die Partei nicht erst unter Beweis stellen mussten. Die Geschäftsleitung hatte mit FMH-Präsident Jacques de Haller, TV-Moderator Matthias Aebischer und Bio-Suisse-Präsidentin Regina Fuhrer direkt zuhanden des Parteitages drei Quereinsteiger vorgeschlagen. Präsident Roland Näf sagte, es sei entscheidend für die SP, dass sie mit bekannten Personen, die «Kompetenzen haben und unsere Ideale vertreten», erstarken könne. Die SP tritt mit einer Frauen-, einer Männer- und einer Juso-Liste an. Die Juso nominiert ihre Kandidierenden separat. Je zwei Juso-Spitzenkandidierende figurieren auf den SP-Listen.sgs Die Nominierten. Frauen: Evi Allemann, Bern; Margret Kiener Nellen, Bolligen; Ursula Wyss, Bern (alle bisher); Nadine Masshardt, Bern; Tanja Walliser, Bern; Dana Augsburger, Biel; Annemarie Berlinger, Schliern; Marianne Dumermuth, Thun; Regina Fuhrer, Burgistein; Martine Gallaz, Nods; Danielle Lemann, Langnau; Irène Marti, Bern; Ursula Marti, Bern; Michèle Morier, Biel; Lurata Reçi, Langenthal; Margreth Schär, Lyss; Cécile Leliane Schärer, Ostermundigen; Katrin Sedlmayer, Liebefeld; Sabina Stör, Interlaken; Salome Strobel, Biel; Béatrice Stucki, Bern; Nicola von Greyerz, Bern; Flavia Wasserfallen, Bern; Annette Wisler, Burgdorf; Andrea Zryd, Magglingen; Ursula Zybach, Spiez. Männer: Corrado Pardini, Lyss; Hans Stöckli, Biel (beide bisher); Bernhard Marti, Langenthal; Matthias Aebischer, Bern; Christoph Ammann, Meiringen; Bernhard Antener, Langnau; Roberto Bernasconi, Malleray; Patric Bhend, Thun; Bruno Bucher, Biel; Matthias Burkhalter, Rümligen; Rithy Chheng, Bern; Jacques de Haller, Bern; Ruedi Flückiger, Schwarzenburg; Philippe Garbani, Biel; Dominik Häusermann, Grossaffoltern; Harald Jenk, Liebefeld; Jürg Joss, Bätterkinden; Luc Mentha, Liebefeld; Markus Meyer, Roggwil; Roland Näf, Muri bei Bern; Cédric Némitz, Biel; Hansruedi Roth, Schelten; Hans Kaspar Schiesser, Herzogenbuchsee; Alexander Tschäppät, Bern; Fabian Wienert, Belp.>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch