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tschagajew zeigt sich im Stade de suisse

Tribünenbesuch in Bern Die Botschaft war unmissverständlich. «Love Football – Hate Bulat» verkündete ein Transparent über der Berner Fankurve schon vor dem Spiel. Der Unmut über den tschetschenischen Investor Bulat Tschagajew, der Xamax in den vergangenen Monaten nach seinem Gusto rundum erneuert hat, ist in der ganzen Fussballschweiz zu spüren. Vielleicht erscheint der Neuenburger Alleinherrscher deshalb bei Gastspielen zunehmend rarer im Stadion, in Bern nahm Tschagajew auf alle Fälle wieder einmal auf der Tribüne Platz – trotz des unfreundlichen Empfangs fröhlich grinsend. Zu einem turbulenten, kostspieligen Transfersommer gesellten sich bei Xamax jüngst auch Gerüchte über angehäufte Schulden. Zuletzt hat Tschagajew auch einem Sponsorenzirkel die Treue gekündet, der seit langer Zeit einen jährlichen Millionenbetrag an den Verein auszahlte. Dass sich die Lohnkosten bei Xamax im Vergleich zur letzten Saison verdoppelt haben, schien den Tschetschenen bei diesen Überlegungen wenig zu stören. Die unstete, hektische Vereinsführung scheint sich auf die Mannschaft auszuwirken, auch in Bern trat sie verunsichert auf und blieb chancenlos. 4:1 hiess es am Ende für YB, und Captain Marco Wölfli war nach dem ersten Heimsieg auch entsprechend gut gelaunt – einzig der Gegentreffer missfiel ihm. «Den Ball muss ich festhalten», sagte der Goalie zum Abpraller, der zum Tor führte. Derweil richtete Moreno Costanzo, nach seiner Einwechslung bei zwei Toren als Passgeber beteiligt, den Fokus bereits auf die Partie vom Samstag in Zürich: «Das war sicher ein wichtiger Sieg. Aber gegen den FCZ wird es am Samstag sicher ein ganz anderes Spiel.»Moritz Marthaler>

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