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Trotz schwieriger Finanzlage bleibt Steuerfuss stabil

WorbDie Finanzlage der Gemeinde ist angespannt. Trotzdem will der Gemeinderat die Steueranlage für 2012 nicht erhöhen. Und möglichst auch später nicht. Ein Optimierungsprojekt hat die Rechnung schon entlastet, weitere Einsparungen folgen.

Die Worber Steuerzahler können damit rechnen, in den nächsten Jahren gleich hohe Gemeindesteuern zu zahlen wie jetzt. Gestern haben die Behörden den Finanzplan 2012–2015 vorgestellt. Der Gemeinderat schlägt vor, die heutige Steueranlage von 1,6 nicht zu erhöhen – aber auch nicht zu senken. Denn der Finanzhimmel über Worb ist nicht ganz ungetrübt. Trotz einiger dunkler Wolken glaubt die Exekutive, mit den Steuererträgen künftig über die Runden zu kommen. Der Gemeinderat wolle die Senkung der Kantonssteuern nicht durch eine Erhöhung der Gemeindesteuern aufheben, sagte Jonathan Gimmel (SP), der für die Finanzen zuständige Gemeinderat. Sollte sich die Wirtschaftslage aber verschlechtern, müsse eine Steuererhöhung diskutiert werden. Geprüft, aber verworfen hat der Gemeinderat auch eine Finanzplanvariante mit Steueranlage 1,63. Sorgen bereiten den Behörden die steigende Finanzbelastung als Folge kantonaler Gesetzesänderungen. Das revidierte Finanz- und Lastenausgleichsgesetz führt in Worb zu einer jährlichen Mehrbelastung von 400000 Franken. Und durch die Steuergesetzrevisionen 2009 und 2011 ist der Steuerertrag um rund 1 Million Franken tiefer. Ab 2013 Defizite Für 2011 erwartet der Gemeinderat einen Gewinn von rund 740000 Franken, auch dank den Verkäufen von Bauland und dem Schulhaus in Ried. Ab 2013 sieht der Finanzplan Defizite vor, zuerst 330000 Franken, später bis zu 1,3 Millionen. Die Haushaltsführung stehe mit dem Steuersatz 1,6 jedoch «unter grossem Druck, weil für neue Aufgaben keine Mittel zur Verfügung stehen», heisst es im Finanzplan. Deshalb sei es zwingend, die Vorschläge des Projekts Opta «mit aller Konsequenz umzusetzen». Mit dem Projekt wollen die Behörden die Gemeindeaufgaben optimieren und so den Finanzhaushalt stärken. Bereits wurde die Rechnung um 800000 Franken entlastet, teils durch Einsparungen, teils aber, weil Anschaffungen auf längere Frist abgeschrieben werden als bisher. Weitere Optimierung geplant Gesamthaft standen 76 Optimierungsvorschläge zur Diskussion. 22 davon werden definitiv umgesetzt, 35 weiterverfolgt. 7 Vorschläge reichten die Ortsparteien ein. Diese werden noch geprüft. Herbert Rentsch>

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