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Triumph des fischenden Fanatikers

Ivica Kostelic hat den Slalom in Wengen für sich entschieden. Der Kroate liess dem Ärger über die Super-Kombination freien Lauf.

Ivica Kostelic hält es wie ein guter Wein: Je älter, desto besser. Erfahrung sei im Slalom von unschätzbarem Wert, sagte der Kroate, «denn Erfahrung kann man sich nicht antrainieren». Der 30-Jährige gewann in Wengen den Slalom vor den Spezialisten Andre Myhrer (Sd) und Reinfried Herbst (Ö). Bereits bei Halbzeit lag er in Führung und verteidigte diese, seinen «extrem müden Beinen» zum Trotz, sicher. Silvan Zurbriggens Slalomkünste waren erneut vorzüglich; der Walliser erreichte Rang 6. Kostelic hatte bereits 2002 in Wengen triumphiert. Heute sei die Konkurrenz deutlich grösser, erklärte er. Der Erfolg des kroatischen Nationalhelden gewinnt an Bedeutung, wenn man bedenkt, dass er inklusive Training vier Fahrten auf der Lauberhornstrecke «in den Knochen spürte». Obwohl er sich Mitte Dezember abermals am rechten Knie verletzte und einen Teil des Meniskus operativ entfernen liess, fühle er sich in der Form seiner besten Tage, erklärte Ivica Kostelic. «Es ist ja bekannt, dass die Kostelics Fanatiker sind. Wir trainieren hart und machen alles für den Erfolg.» Er sei jedoch mit Sicherheit der einzige Fahrer im Weltcup-Zirkus, der im Sommer während dreier Monate absolut nichts tue. Er pflegt jeweils an den Strand zu gehen oder zu fischen. «Das mache ich dann stundenlang. In meinem Alter muss man dem Körper Sorge tragen. Dies ist mein Erfolgsrezept», sagte der Weltmeister von 2003 in St.Moritz. An seinem Jubeltag unterliess es Kostelic indes nicht, seinem Ärger über die Super-Kombination Luft zu verschaffen. «Dieser Bewerb ist eine Schande und sollte nicht mehr ausgetragen werden. Er wird ganz auf die Abfahrer ausgerichtet. Punkto Laufzeit macht der Slalom nicht einmal einen Drittel aus.» Ironie der Geschichte: Die Mehrheit der Speed-spezialisten moniert seit geraumer Zeit, dass die Super-Kombination ein zusätzlicher Bewerb für die Slalomfahrer seiphr >

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