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Tombola: Die beliebte Nebensache

InterlakenDie Tombola gehört zu der IGA, seit es die Interlakner Gewerbeausstellung gibt. Der Frauenverein Ringgenberg-Goldswil ist mit

«Choufet ihr ou es Lösli?», fragt Sabrina, und es wird schwierig, einfach Nein zu sagen. Nadja Kaufmann und Sabrina Kobler sind dicke Freundinnen und gehen in Bönigen in die vierte Klasse. Als Tombolateam sind sie gegenwärtig in der Interlakner Gewerbeausstellung (IGA) unterwegs, Sabrina als Glücksgöttin, und Nadja kassiert ein. Zwei Franken kostet ein farbiges Lösli, das Geschäft läuft gut. In nur zwei Stunden haben die beiden über 200 Lose verkauft. Preise werden gekauft Die Tombola gehört, seit es die IGA gibt, zum Rahmenprogramm. Auch wenn am Schluss kaum grosse Überschüsse bleiben. Schon acht Jahre ist Biggi Kobler aus Bönigen verantwortlich für den Einkauf und den Ablauf dieses Glücksspiels hinter den Kulissen. Bis vor einem Jahr brauchte es noch eine Bewilligung, verbunden mit einer Liste der Preise, die es zu gewinnen gab. Auch wurden früher die Preise unter den Ausstellern mit viel Aufwand zusammengebettelt. Eine mühsame Arbeit, galt es doch 1200 Preise bereitzustellen. «Heute kaufen wir alle Preise im Wert von 10 bis 120 Franken bei den Ausstellern ein. Dabei kommen wir auf eine Gewinnsumme von rund 20000 Franken», rechnet Biggi Kobler kurz nach. «Nicht zu vergessen sind die täglichen Spezialprei-se von 200 bis 700 Franken, die ebenfalls in unseren Losen stecken.» Für den guten Zweck Der Gemeinnützige Frauenverein von Ringgenberg-Goldswil hilft schon viele Jahre mit. Rund 35 Helferinnen teilen sich die verschieden Aufgaben rund um die Tombola. Sie betreuen in Schichten die Verkaufsstellen oder geben die Preise an die glücklichen Gewinner. Alle helfen ehrenamtlich mit. Ein Getränk, ein Sandwich und nach der Ausstellung ein gemeinsames Nachtessen, das ist ihr Lohn. Der Frauenverein erhält einen angemessenen Pauschalbeitrag in die Kasse. «Für uns ist diese Einnahmequelle neben dem Erlös aus den Handarbeiten, die wir an unserem Bazar verkaufen, ein wichtiges Standbein geworden», sagt Dominique Steiner, Präsidentin des Frauenvereins von Ringgenberg-Goldswil. Sie erklärt, dass am Jahresende alle Überschüsse aus den Vereinstätigkeiten in Form von Beiträgen an verschiedene Organisationen oder als Zustupf für gemeinnützige Projekte weitergegeben werden. Jugend und Alkohol ist auch bei einer Tombola ein Thema. Gewinne in Form von Wein und Schnaps sind klar an gesetzliche Altersgrenzen gebunden. «Wenn ein Los eines Kindes ein alkoholisches Getränk gewinnt, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder holen die Eltern den Preis ab, oder unsere Kindertruhe kommt ins Spiel. Hier können sich die minderjährigen Gewinnerinnen und Gewinner das Spielzeug aussuchen, das ihnen am besten gefällt», sagt Biggi Kobler. Und was bei Kindern ankommt, weiss sie aus langjähriger Erfahrung. Peter Wenger>

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