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Thuns Serie endet gegen Zürich

Der FC Thun hat gegen

Seit Samstag und dem 1:3 gegen den FC Zürich weiss der FC Thun wieder, wie sich eine Niederlage anfühlt. Sieben Runden war der Aufsteiger zuvor ungeschlagen geblieben. Die letzte Niederlage datierte aus der letzten Saison, als die Thuner noch in der Challenge League spielten. Am 18.April verloren sie in Genf mit 1:2 gegen Servette. «Es wird uns nicht aus der Bahn werfen», sagt Trainer Murat Yakin. «Wir müssen den Spielverlauf gegen Zürich akzeptieren, wie er war. In den ersten 20 Minuten haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Das erste Gegentor fällt dann völlig entgegen dem Spielverlauf.» Timm Klose und Giuseppe Morello verfehlten zu Beginn aus guter Position das Tor. Unzufrieden ist Yakin mit Verteidiger Stipe Matic, der mit einer ungestümen Aktion einen Penalty und damit den zweiten Zürcher Treffer verursachte. Erst auf Nachfrage kommt der Thuner Coach auf die Entscheide von Schiedsrichter Massimo Busacca und seinen Assistenten zu sprechen. Das Trio war den Gastgebern überhaupt nicht entgegengekommen. Thun wäre in der 25.Minute durch einen Kopfballtreffer Morellos zum Ausgleich gekommen. Wäre, denn Linienrichter Francesco Buragina zeigte nach dem Einwurf von Marc Schneider und der Kopfballverlängerung durch Nick Proschwitz eine Offsideposition Morellos an. Es war ein grober Fehlentscheid, denn Zürichs Verteidiger Philippe Koch hatte gut einen Meter näher zur Torlinie gestanden als der Thuner Angreifer. In der zweiten Halbzeit reklamierten die Thuner heftig. Sie hatten ein Handspiel des Zürchers Dusan Djuric nach einem Kopfball Timm Kloses gesehen. Die Szene stellte sich jedoch nicht ganz so deutlich dar. Der Ball sprang Djuric zwar an die Hand und von dort übers Tor. Busacca wollte dem Schweden jedoch keine Absicht unterstellen und entschied auf Eckball. «Es hätte durchaus Penalty und die Rote Karte gegen Djuric geben können», sagt Yakin. Nach dem Kopfballtor Kloses wären die Thuner zu einer ausgezeichneten Möglichkeit zum Ausgleich gekommen. Das falsche Mittel gewählt Für die erste Niederlage nach zwei Siegen und fünf Unentschieden findet Yakin letztlich aber andere Gründe: «Der FCZ nutzte eine halbe Torchance zu einem Treffer. Uns fehlt diese Effizienz.» Die Thuner taten sich nach dem Zürcher Führungstreffer durch Admir Mehmedi schwer, den Gegner unter Druck zu setzen. Erstmals in dieser Saison gelang es Thun nicht, der Partie mit mutigem Kurzpassspiel den Stempel aufzudrücken. Stattdessen schlugen die Verteidiger den Ball meistens hoch und weit nach vorne. Die FCZ-Abwehr um die gross gewachsenen Jorge Teixeira und Chaker Zouaghi brachten sie dadurch nicht in Verlegenheit. Scarione wurde vermisst Yakin weist darum darauf hin, dass sich das Fehlen Oscar Scariones bemerkbar gemacht habe. «Ohne ihn fehlten uns die überraschenden Aktionen.» Scarione hatte in Luzern eine Oberschenkelverletzung erlitten und während der Länderspielpause nicht richtig trainieren können. «Die Schmerzen sind noch nicht ganz verschwunden. Wir wollten kein Risiko eingehen», sagt der Argentinier. Ohne ihren Captain büssten die Thuner an Kreativität ein. Und so kam ein solider, aber keineswegs überragender FC Zürich im Lachenstadion zu drei Punkten. Am Sonntag trifft der FC Thun in der ersten Cuprunde auf den Erstligisten Cham. Das nächste Meisterschaftsspiel folgt am übernächsten Donnerstag. Dann treten die Thuner in Bellinzona an. Alexander WäflerDie Noten der Thun-Spieler Seite 10 >

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