Zwischennutzungen für Schadaugärtnerei ausgeschrieben

Thun

Die Stadt Thun schreibt Übergangsnutzung für das Areal der Schadaugärtnerei neu aus. Die bisherige Zwischennutzung des Areals war bis Ende November befristet.

Das Areal soll durch die neue Zwischennutzung zugänglicher sein als bisher und der öffentliche Charakter gestärkt werden (Archivbild).

Das Areal soll durch die neue Zwischennutzung zugänglicher sein als bisher und der öffentliche Charakter gestärkt werden (Archivbild).

(Bild: Michael Gurtner)

Seit 2014 wird die Schadaugärtnerei durch verschiedene Gruppen und Private zwischengenutzt. Vor allem der Bereich der Orangerie und die daran angrenzenden Freiflächen eignen sich für Zwischennutzungen, wie die Thuner Stadtverwaltung in einer Mitteilung vom Freitag schreibt.

Die Stadt will nun diese Flächen koordiniert zur Zwischennutzung freigeben. An Stelle von meist kurzen Vermietungen soll eine kuratierte Nutzung mit hohem Öffentlichkeitsgrad treten. Das Areal soll zugänglicher sein als bisher und der öffentliche Charakter gestärkt werden. Für geschlossene private Veranstaltungen soll das Gelände künftig nicht mehr zur Verfügung stehen.

Bis Ende November 2021 soll das Areal weiterhin Zwischennutzungen dienen. Parallel dazu arbeitet eine Projektgruppe an der weiteren Arealentwicklung. Dazu gehören Arbeiten an einer Machbarkeitsstudie für einen allfälligen neuen Standort des Kunstmuseums. Erste Resultate sollen im kommenden Jahr vorliegen.

Seit 2014 Eigentum der Stadt

Die Schadaugärtnerei befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Schadaupark mit Schloss am See. Auf dem Areal war ursprünglich eine Wohnüberbauung vorgesehen. Dagegen regte sich aber Widerstand. 2013 verhinderte die Bevölkerung den Bau von 70 Wohnungen und stimmte einem Kauf des Areals durch die Stadt zu.

Nach der Volksabstimmung konnte die Bevölkerung Ideen einbringen, wie sie das Areal künftig nutzen möchte. Insgesamt sechs Visionen wurden erarbeitet, ein klarer Favorit kam dabei aber nicht heraus.

Zuspruch erhielt unter anderem die Nutzung des Areals als Garten, ergänzt durch kulturelle und soziokulturelle Angebote, Werkstätten, Ateliers oder Gastronomie. Bezüglich der Frage, ob auf Teilen des Geländes auch Wohnungen entstehen sollen, gingen die Meinungen auseinander.

sih/sda

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