Zwei Premieren für den Laudate-Chor

Thun

Der Laudate-Chor Thun feierte gleich zwei Premieren: Erstmals sang er italienisch und unter der Leitung der neuen ­Dirigentin Monika Nagy.

Voller Energie: Der Laudate-Chor Thun sang zum Auftakt seines Konzerts das Tedeum, das Joseph Haydn für die Kaiserin Marie Therese komponierte.

Voller Energie: Der Laudate-Chor Thun sang zum Auftakt seines Konzerts das Tedeum, das Joseph Haydn für die Kaiserin Marie Therese komponierte.

(Bild: Heidy Mumenthaler)

«Seit einem Jahr erleben wir Monika Nagy als ausserordentlich engagierte Dirigentin. Sie hat ein bewundernswertes gutes Gehör und eine grosse Gabe, den Chor zu motivieren», erzählte Präsidentin Sandra Rüfenacht begeistert und ergänzte: «Mit ihrem ansteckenden Lachen heitert sie den Chor auch dann noch auf, wenn es harzt.»

Auf dem Programm standen zwei populäre Komponisten mit unbekannteren Werken. Vorzüglich gelang es der neuen Chor­leiterin mit ihrer Vorstellungskraft, die Musik umzusetzen und die gegenseitige Beeinflussung und Bewunderung der beiden Freunde Mozart und Haydn ausdrucksvoll hör- und erfahrbar zu machen.

Imponierend wirkte in Haydns Tedeum die Klangfülle, der feierliche Glanz von prägnanten Paukenschlägen und strahlenden Trompeten. Heiter und jubelnd zelebrierten Chor und Orchester die Koloraturen.

Klare, transparente Stimmen

Erstmals in der Geschichte des Laudate-Chors Thun gelang es, italienische Texte über den reuigen König David zur Aufführung zu bringen. Klare, transparente Stimmen sorgten in Mozarts selten aufgeführten und zugleich berühmtesten, gross angelegten Kantate «Davide penitente» für ein spannendes Hörerlebnis. Eindrücklich entfaltete sich die Tenor- und Sopranarie. Den Soli, Duetten und Terzetten, vorgetragen von Anett Rest (Sopran), Madeleine Merz (Mezzosopran) und Nino Aurelio Gmünder (Tenor), antworteten die Chorstimmen fliessend wechselnd. Die beiden Solosoprane betörten durch virtuose, voluminöse und satte Stimmen. Geschmeidig und lebendig mischte der Tenor mit. Dazu entfalteten die Geigen in der Monumentalmusik ihre energievolle Kraft.

Die Mitwirkenden sorgten nebst einem Hauch Mystik und einer Portion Operndramatik für einen traumhaft schönen Melodiefluss. Die Laiensängerinnen und -sänger überzeugten mit gesanglichen Leistung.

«Ausdrucksvoll dirigiert»

«Monika Nagy hat eine ausdrucksvolle Art zu dirigieren und macht es dem Chor einfach, ihr zu folgen», meinte eine Besucherin nach dem Konzert. «Wir haben den Eindruck, dass sich der Chor weiterentwickelte und eine Einheit bildet», so eine andere.

Und wie fühlt sich die neue Chorleiterin nach der geglückten Premiere? «Es macht viel Freude mit dem Laudate-Chor zu arbeiten. Er ist voller Energie», meinte Monika Nagy nach dem Konzert.

Thuner Tagblatt

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