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Zwei neue Brücken für besseren Hochwasserschutz

Ein Hochwasserschutzprojekt in Lauterbrunnen steht kurz vor Abschluss, und zwei weitere Projekte in der Rüti und am Rybibach werden bald angegangen.

Die Rütibrücke, die sich im Lauterbrunnental über die Lütschine spannt, soll ersetzt werden.
Die Rütibrücke, die sich im Lauterbrunnental über die Lütschine spannt, soll ersetzt werden.
Peter Staub

In der Rüti, Stechelberg, hat die Schmadrilütschine im Hochwasser 2011 Teile der Uferböschung wegerodiert. Die Strassenbrücke, welche nach dem grossen Hochwasserereignis im Jahr 1933 neu erstellt wurde, bildet in diesem Bereich seit längerer Zeit eine Schwachstelle, teilt die Gemeinde mit.

Einerseits habe die Rütibrücke die erwartete Lebensdauer bei weitem erreicht und sei in einem schlechten baulichen Zustand. Andererseits führe der Mittelpfeiler zu einer deutlichen Verkleinerung des Abflussquerschnittes. Bei jedem Hochwasser müsse mit einer Verklausung (Durchlass wird von mitgeschwemmtem Holz und Geschiebe verstopft) gerechnet werden. Die Schwellenkorporation und die Gemeinde Lauterbrunnen haben deshalb gemeinsam ein Projekt erarbeiten lassen, welches die vorliegende Situation massgeblich verbessern soll.

Die ausgediente Brücke wird durch eine neue Stahl-Beton-Verbundbrücke ersetzt. «Obwohl die Spannweite verkleinert wird, kann dank dem Weglassen des Mittelpfeilers das Durchflussprofil gemäss den Anforderungen realisiert werden», schreiben die Verantwortlichen. Der Lütschinenlauf und die Uferböschungen werden den neuen Gegebenheiten angepasst. Es wird mit Kosten von rund 850'000 Franken gerechnet, die neue Brücke macht dabei mit 490'000 den Hauptanteil aus.

Sowohl die Schwellenkorporation als auch die Einwohnergemeinde Lauterbrunnen haben die nötigen Kredite beschlossen. Die Bewilligungen für die Ausführung liegen ebenfalls vor. Der Baustart ist im Herbst geplant. Die Erreichbarkeit des durch die Brücke erschlossenen Gebietes wird während der Bauarbeiten durch eine provisorische Strassenführung mit einer Furt durch die Schmadrilütschine gewährleistet.

Für mehr Sicherheit

Ein weiteres Brückenprojekt soll realisiert werden: Teile des Wohngebietes Stocki, Lauterbrunnen, liegen im roten und im blauen Naturgefahrengebiet. Ursache ist der Rybibach respektive der zu kleine Durchlass unter der Brücke. «Zur Verbesserung der Gefahrensituation am Rybibach wurden verschiedene Massnahmen untersucht und auf ihre Wirksamkeit sowie die Machbarkeit geprüft», schreiben die Verantwortlichen.

Mit Massnahmen im Oberlauf (Chneuwgraben, Wengen) und dem Ersatz der Rybibachbrücke kann die Gefahr eliminiert werden. Mit einer Verschiebung der Brücke werde eine deutlich grössere Spannweite und damit ein ausreichendes Durchflussprofil erreicht, heisst es weiter. Sowohl die Schwellenkorporation als auch die Einwohnergemeinde haben Kreditbeschlüsse für die Ausführung des gemeinsamen Projektes gefasst. Die Bewilligungsverfahren laufen zurzeit. Der Bau der neuen Brücke ist für den Herbst 2016 geplant.

Der Ersatz der schadhaften Stützmauer und eine leichte Anpassung des Anschlusses des Heimeggweges unmittelbar nördlich der Rybibachbrücke werden im Vorfeld des Hochwasserschutzprojektes bereits im Herbst ausgeführt. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf rund 850'000 Franken.

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