Zellweger fordert Stadtpräsident Lanz heraus

Thun

Der Thuner Wahlkampf ist ­definitiv lanciert: Am Montag gab Architekt Matthias Zellweger bekannt, dass er als parteiloser Kandidat gegen Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) antritt.

Raphael Lanz (links) erhält Konkurrenz: Auch Matthias Zellweger will Stapi von Thun werden.

Raphael Lanz (links) erhält Konkurrenz: Auch Matthias Zellweger will Stapi von Thun werden.

(Bild: PD)

Der Architekt Matthias Zellweger will Thuner Stadtpräsident werden. Am Montagmorgen um 8 Uhr reichte er seine Kandidatur bei der Stadt ein. Der Unternehmer, der für seine offene Kritik an der Thuner Verwaltung und den Behörden bekannt ist, tritt damit gegen den amtierenden Stadtpräsidenten Raphael Lanz (SVP) an. Wie er im Interview mit dieser Zeitung verrät, wolle er als «Gestalter» gegen den «Verwalter» Lanz antreten und Thun zu einem neuen Image verhelfen.

«Ich trete als ­Gestalter gegen einen Verwalter an.»Matthias Zellweger

Matthias Zellweger will auch einen anderen Wahlkampf führen. So verzichtet er beispielsweise auf Geldspenden und will auch keine Plakate mit seinem Konterfei aufhängen lassen. Dass er als Parteiloser antrete, mache ihn politisch unabhängig.

Lanz bleibt gelassen

Nicht wirklich überrascht ob dieser Kandidatur ist Stadtpräsident Raphael Lanz (SVP) selber: «Ich habe gehört, dass sie ein Thema ist.» Es sei ein demokratisches Recht, sich für Wahlen aufstellen zu lassen. «Für mich war immer klar, dass Wahlen keine Selbstläufer sind.»

«Für mich war ­immer klar, dass Wahlen keine Selbstläufer sind.»Raphael Lanz

Für ihn ändere sich an der Ausgangslage aber nichts, sagt Lanz. «Ich übe mein Amt seit je mit vollem Einsatz und nach bestem Wissen und Gewissen aus. Das wird sich auch während des Wahlkampfes nicht ändern.» Aufgrund der bisherigen Rückmeldungen aus der Bevölkerung schaue er dem Wahltag zuversichtlich entgegen.

Neben Lanz und Zellweger, ­welche für das Amt des Stadtprä­sidenten auch als Gemeinderäte ­gewählt werden müssen, kandidieren die bereits bekannten Personen: Für die SVP sind dies Roman Gimmel (bisher, kumuliert) und Reto Schertenleib, für die SP der Bisherige Peter Siegenthaler und Margrit Schwander (beide kumuliert) sowie Katharina Ali-Oesch.

Bei der BDP treten Daniela Huber Notter, Ronald Wyss (beide kumuliert) sowie Simon Werren und bei den Grünen Andrea de Meuron (kumuliert), Thomas Hiltpold, Suzanne Albrecht Wyss und Cloe Weber an. Die FDP-Kandidaten sind Carlos Reinhard (kumuliert), Hanspeter Aellig, Nicolas Grossenbacher und Barbara Lehmann Rickli. Und auf der Liste der Thuner Mitte figurieren Konrad Hädener (bisher, kumuliert), Susanne Gygax-Wymann, Nicole Krenger und Manfred Locher.

Thuner Tagblatt

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