Thun

Zeitungsartikel, Instagram und Hotdogs

ThunDiese Woche hat das Jugendreporterprojekt gestartet. Die Jugendlichen lernen, mit sozialen Medien umzugehen, Interviews zu führen, und durften sich über leckere Hotdogs freuen.

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Ob Video, Foto oder das Verfassen von Texten: Auch bei der zweiten Ausgabe des Jugendreporterprojekts des Thuner Ferienpasses werden wieder fleissig Recherchen und Interviews gemacht für spannende Geschichten.

Die ersten Kurstage, an de­nen sich alles um neue Medien drehte, sind schon vorbei, und die ersten Jugendreporterinnen und Jugendreporter sind bestens darauf vorbereitet, auch in den nächsten Wochen vom Thuner Ferienpass zu berichten.

Die ersten Hindernisse

Gleich zu Beginn der Woche wurden die jungen Ferienpassteilnehmerinnen und -teilnehmer ins kalte Wasser geworfen und mussten schon früh Interviews filmen, Ton aufnehmen und Probleme lösen, die sich einem Journalisten stellen.

Tino Jost hatte mit seiner Gruppe deshalb keinen leichten Start in die Jugendreporterwoche. «Wir waren bei Energie Thun, und der Interviewpartner ging nicht wirklich auf unsere Fragen ein», erklärt er. «Er wollte einfach nur von der Zukunft erzählen und nicht die Fragen zu ihm beantworten.» Elio Zurbrügg ergänzt: «Wir hätten wahrscheinlich besser nachfragen sollen.»

«Ich mag das Filmen, Schneiden und Schreiben, die Hotdogs sind aber am besten.»Louis Betsche

Am Dienstag erfuhr Darleen Pfister, dass auch der Zeitdruck bei einem Interview zum Hindernis werden kann. «Es war etwas schwierig, weil wir nicht so gut vorbereitet waren und nicht wussten, mit wem wir das Interview machen werden», sagt die 14-Jährige, die am Dienstagnachmittag die Schneider Software AG besuchte und dort gemeinsam mit anderen Jugendreportern ein Videointerview durchführte.

Sie hätte sich mehr Zeit und Informationen gewünscht, aber genau mit solchen Szenarien wurden die Jungjournalistinnen und -journalisten bestens auf ihre Arbeit vorbereitet. Um Schwierigkeiten wie diese in Zukunft zu vermeiden, hatten die Reporterinnen und Reporter gestern zudem die Chance ihre Erfahrungen mit TT-Redaktor Marco Zysset zu besprechen.

Erste Texte

Auch die ersten Nachbearbeitungen konnten die Jugendreporterinnen und Jugendreporter bereits machen. Die am Montag und Dienstag aufgezeichneten Videointerviews wurden prompt zu Youtube-Videos zusammengeschnitten, und es wurden bereits die ersten Artikel verfasst.

Louis Betsche machte gestern gleich beides. «Die Videodatei, die ich am Dienstag zusammengeschnitten habe, ist leider kaputt gegangen, weil das Programm abgestürzt ist», sagt er. «Das Bearbeiten fällt mir aber sehr leicht!» Deshalb konnte er auch gleich mit dem Schreiben beginnen, was für ihn ebenfalls eine Kleinigkeit war. «Ich kenne mich gut mit PCs aus, und das Schreiben macht mir wirklich Spass», erklärt der 13-Jährige aus Thun.

«Das Projekt macht wirklich Spass, und es wäre cool, wenn ich später einmal Journalistin werden kann!»Jana Bally

Für Louis und auch alle anderen Jugendreporterinnen und -reporter war aber eines das absolute Highlight der Woche auf dem Aarefeldplatz: Jeden Mittag durften die Teilnehmenden des Jugendreporterprojekts einen Hotdog geniessen.

«Das leckere Mittagessen können wir dank eines grosszügigen Beitrags der Stiftung Helvetia Patria Jeunesse offerieren», sagt Jennifer Müller, welche die Projektleitung bei der Umgestaltung, des Ferienpasses übernommen hat. «Ich mag das Filmen, Schneiden und Schreiben, die Hotdogs sind aber am besten», grinst Louis Betsche.

Nicht nur für viele der Jugendlichen war das Jugendreporterprojekt eine Premiere, sondern auch für das Leiterteam und die Zivildienstleistenden, welche in diesem Jahr zum ersten Mal mithalfen.

Schon nach drei Tagen ­Ferienpass ist das Fazit aber überaus positiv. «Ich würde diese Aufgabe auf jeden Fall wieder übernehmen», sagt Ramona Wüthrich, die Teamleiterin und Jugendarbeiterin von der Offenen Kinder- und Jugendarbeit Steffisburg. «Das Team funktioniert so gut, am liebsten würde ich im nächsten Jahr wieder genau die gleichen Leute dabei­haben!»

Wunsch nach mehr Tiefe

Auch das Programm gefällt der Teamleiterin. «Es werden technische mit sozialen Kompetenzen verbunden, und dieses Zusammenspiel finde ich sehr wichtig», sagt Wüthrich.

Bei einem nächsten Mal würde sie aber mehr auf die Lebenswelten der einzelnen Teilnehmenden eingehen wollen. «Ich würde gerne noch mehr in die Tiefe gehen und mehr Zeit in soziale Aspekte wie die Onlineprofile der Jugendlichen investieren. Jetzt ist das Programm noch etwas oberflächlich.» Insgesamt seien sie und ihr Team aber sehr zufrieden mit den ersten drei Kurstagen. «Vor allem die Vorbereitung war auch für mich sehr lehrreich», sagt Ramona Wüthrich.

«Ich habe mich angemeldet, weil ich etwas machen wollte, bei dem die Sprache zum Zug kommt», sagt die die 12-jährige Jana Bally. «Das Projekt macht wirklich Spass, und es wäre cool, wenn ich später einmal Journalistin werden kann!» (Thuner Tagblatt)

Erstellt: 12.07.2018, 10:54 Uhr

Dieser Artikel ist auf der Jugendseite «Pfeffer» des Thuner Tagblatts erschienen.

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