Zum Hauptinhalt springen

Wiedmer siegt im Loch Lomond

Die Steffisburgerin Sabrina Wiedmer schwamm am schnellsten durch den grössten See Schottlands.

Sabrina Wiedmer aus Steffisburg auf ihrem Weg durch den Loch Lomond.
Sabrina Wiedmer aus Steffisburg auf ihrem Weg durch den Loch Lomond.
zvg

Schwimmen Sabrina Wiedmer sorgt in der Open-Water-Schwimmerszene weiterhin für Furore. In der Nacht von Samstag auf Sonntag startete die gebürtige Steffisburgerin, die heute in Dublin lebt, an einem Rennen der British Long Distance Swimming Association.

Die total neun Teilnehmer hatten den grössten See Schottlands, den Loch Lomond, zu durchschwimmen. Letztlich erreichten in den frühen Morgenstunden fünf Startende das Ziel; die Schnellste unter ihnen war... Sabrina Wiedmer. Für die rund 35 Kilometer benötigte sie 10 Stunden und 38 Minuten.

Die Voraussetzungen für einen Sieg waren freilich alles andere als günstig. «Die ersten zwei Stunden bin ich zwar regelrecht über den See ‹geflogen›», erzählte Wiedmer, die erst zum zweiten Mal überhaupt ein solches Nachtrennen bestritten hatte, gestern am Telefon.

Danach hätte sich jedoch eine Schulterverletzung bemerkbar gemacht. «Nach drei Stunden im Wasser spürte ich starke Schmerzen, und ich dachte daran, das Rennen abzubrechen. Während dieser Phase musste ich doch ziemlich leiden», so die Steffisburgerin. Das Begleitteam im Beiboot schaffte es indes, die 27-Jährige zum Weitermachen zu motivieren. «Nach sechs Stunden fühlte ich mich dann wieder besser und sagte mir: ‹Jetzt machst du es fertig!›»

Im Ziel sei sie nur «leicht müde» angekommen. Die äusseren Bedingungen – sprich: 16 °C Wasser- und 13 °C Lufttemperatur – stellten für Wiedmer dagegen kein Problem dar. Zudem habe sie von einem relativ ruhigen Seegang profitiert.

Sabrina Wiedmer hat unter anderem 2014 den North Channel durchquert und im letzten Juni in Rekordzeit die Meerenge zwischen Schottland und Nordirland durchschwommen.

Da es sich beim jüngsten Sieg um ein Rennen in einem See handelte, seien die Erfolge nur schwer miteinander vergleichbar, meint sie. «Im Meer bin ich jeweils mit ganz anderen Strömungen konfrontiert.» Für 2016 hat Wiedmer keine weiteren Rennen geplant; kommendes Jahr will sie dann an den Eisschwimmmeisterschaften in Deutschland antreten – und wieder auf Rekordjagd gehen.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch